Um auf die Verschmutzung in der Donau und anderen Gewässern hinzuweisen, schwimmt der deutsche Chemiker Andreas Fath durch die ganze Donau bis zum Schwarzen Meer, insgesamt legt er dabei 2.700 Kilometer zurück und sammelt mit seinem Team Wasserproben.
Vergangene Woche erreichte er Niederösterreich, legte etwa einen Landgang in Marbach an der Donau (Bezirk Melk) ein. Am Samstag erreichte Fath Wien, danach ging es wieder zurück nach Niederösterreich ehe er im Laufe des Sonntages das Land verließ und in Bratislava an Land ging.
Täglich legt der 57-Jährige 30 bis 70 Kilometer flussabwärts zurück, hat bis zum Schwarzen Meer zwei Monate eingeplant. Begleitet wird Fath von einem Forschungsteam des Projekts "cleandanube". Gegenüber dem "ORF NÖ" erklärte er: "Ich bin als Schwimmer selbst ein Messgerät. Ich trage eine Kunststoffmembran mit ein paar Zentimetern Durchmesser an meinem Neoprenanzug. Sie sammelt Schadstoffe wie Mikroplastik ein."
Die Membranen werden dann abgelöst und Proben davon analysiert. Täglich treiben im Schnitt laut Messungen 4,2 Tonnen an Mikroplastik von der Donau ins Schwarze Meer. In der Donau selbst gebe es demnach bereits mehr Plastikteile als Fischlarven. Auch Chemikalien aus Spülmaschinen, Antibiotika, Hormone, Kontrastmittel oder Weichmacher würde man in der Donau finden.
Weil eben dieser Zustand nicht mehr tragbar sei, will der Langstreckenschwimmer und Chemieprofessor der Hochschule Furtwangen im deutschen Baden-Württemberg mit seiner Aktion auf die Verschmutzung aufmerksam machen.