Bei Media Markt spitzt sich die Lage zu. Ein großer Online-Händler aus China will den Konzern übernehmen, zu dem Media Markt gehört. Doch Österreich spielt dabei nicht mit. Während andere Länder schon zugestimmt haben, gibt es hier Bedenken – vor allem wegen Datenschutz und Sicherheit. Laut "Presse" könnte das jetzt weitreichende Folgen haben: Im schlimmsten Fall wird der Deal einfach ohne Österreich durchgezogen.
Wichtig zu verstehen: Media Markt und Saturn sind ein und dasselbe Unternehmen. Die beiden Marken gehören zu einem großen Konzern, der alle Filialen in Europa steuert. Wenn dieser Konzern verkauft wird, betrifft das automatisch auch alle Märkte in Österreich. Es geht also nicht nur um einen Eigentümerwechsel irgendwo im Ausland – sondern direkt um die Geschäfte, in denen du einkaufst.
Der mögliche Käufer heißt JD.com und ist so etwas wie ein chinesisches Amazon. Dieses Unternehmen will den gesamten Konzern übernehmen. Wenn Österreich weiter blockiert, könnte der Käufer aber sagen: Dann eben ohne Österreich. Genau das bestätigt eine Sprecherin laut "Presse". In diesem Fall würden die heimischen Media-Markt-Filialen plötzlich nicht mehr zu diesem großen Konzern gehören.
Dann stellt sich die große Frage: Wer übernimmt die 56 Filialen in Österreich? Aktuell gibt es dafür keinen fixen Plan. Findet sich kein Käufer, droht ein massiver Umbruch. Rund 2.000 Mitarbeiter arbeiten hierzulande bei Media Markt – ihre Jobs wären in so einem Szenario alles andere als sicher. Im schlimmsten Fall könnten viele oder sogar alle Stellen betroffen sein.
Media Markt ist in Österreich einer der wichtigsten Händler für Elektronik. Viele holen sich dort Fernseher, Handys oder Waschmaschinen. Wenn dieser große Player wegfällt oder deutlich kleiner wird, hätte das spürbare Folgen: weniger Auswahl im Geschäft, mehr Macht für Online-Händler und womöglich auch höhere Preise. Der Wettbewerb würde sich stark verändern. Noch ist nichts fix entschieden. Es steht im Raum, dass Österreich am Ende ohne Media Markt dastehen könnte – und das würde man im Alltag schneller merken, als man glaubt.