China gedachte still seiner 3.300 Corona-Toten

Für exakt drei Minuten stand das öffentliche Leben in China am Samstag still. Landesweit wurde so der Opfer, die durch das Coronavirus starben, gedacht.
Am Samstag trauerte China um seine Corona-Toten. Um 10 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MESZ) hielt das Land drei volle Schweigeminuten ab. Während die Menschen inne hielten, heulten im ganzen Land Sirenen und Hupen. Auch in der Hauptstadt Peking standen die U-Bahnen für 180 Sekunden still.

Das Gedenken sei zu Ehren der "Märtyrer und Landsleute, die im Kampf gegen die Epidemie ums Leben gekommen sind", teilte der Staatsrat mit. Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie die Partei-Elite verneigten sich bei einer Zeremonie in Peking vor einer auf halbmast wehenden Nationalflagge.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

Keine öffentlichen Versammlungen



Das Qingming-Fest, bei dem den Verstorbenen gedacht wird und das jedes Jahr entweder am 4., 5. oder 6. April stattfindet, stand heuer wenig überraschend im Zeichen des Coronavirus. Weil in weiten Teilen des Landes immer noch Beschränkungen im öffentlichen Leben gelten, konnte dieser Tag nicht in traditioneller Weise begangen werden. So durften die Menschen vielerorts nicht zu den Gräbern pilgern, sondern mussten zu Hause an ihre Liebsten denken.

China musste mehr als 3.300 Opfer beklagen. Die tatsächliche Zahl dürfte aber deutlich größer sein, als die offizielle, laut der in China 3.326 Menschen an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben sind. Die Art der Erhebung hat sich immer wieder geändert, wodurch viele Fälle nicht in der offiziellen Statistik ausgewiesen sind. Mehr als 80.000 Menschen waren oder sind mit dem Virus infiziert.







Nav-Account heute.at Time| Akt:
ChinaNewsWeltTodesfallCoronavirus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen