China: Geistig Behinderter 11 Jahre in Käfig gehalten

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Ein geistig behinderter Mann ist laut einem chinesischen Zeitungsbericht von seiner Familie elf Jahre in einem Käfig festgehalten worden. Die Zeitung "Information Daily" veröffentlichte am Montag auf ihrer Internetseite Fotos des angeketteten 42-jährigen Mannes in dem engen Gehege. Bei ihm soll im Alter von 15 Jahren Schizophrenie diagnostiziert worden sein. 2001 prügelte er demnach ein 13-jähriges Kind zu Tode und kam deswegen ins Gefängnis.

Ein geistig behinderter Mann ist laut einem chinesischen Zeitungsbericht von seiner Familie elf Jahre in einem Käfig festgehalten worden. Die Zeitung "Information Daily" veröffentlichte am Montag auf ihrer Internetseite Fotos des angeketteten 42-jährigen Mannes in dem engen Gehege. Bei ihm soll im Alter von 15 Jahren Schizophrenie diagnostiziert worden sein. 2001 prügelte er demnach ein 13-jähriges Kind zu Tode und kam deswegen ins Gefängnis.

Wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit wurde der Mann ein Jahr später auf Anordnung der Justizbehörden der Provinz Jiangxi freigelassen. Zuhause wurde er gefesselt. Er konnte aber fliehen und versetzte dem Bericht zufolge die Leute seines Heimatdorfs Shangfan in Angst und Schrecken.

Käfig enthielt Ketten

Daraufhin baute seine Mutter unter Tränen den Käfig, der nach einer neuerlichen Flucht eine stabilere Konstruktion und Ketten erhielt. Die Familie versuchte sich dem Bericht zufolge um dem Mann zu kümmern und gab ihm drei Mal täglich zu essen.

Die Versorgung geistig behinderter Menschen in China ist häufig mangelhaft - insbesondere auf dem Lande. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es im Jahr 2010 landesweit 20.000 Psychiater bei einer Bevölkerung von 1,35 Milliarden Menschen.

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