Automatisierung statt Arbeiter

China kämpft mit 354.000 neuen Robotern

China hat 2025 fast 60 Prozent aller weltweit neu installierten Industrieroboter aufgestellt. Grund: Die Erwerbsbevölkerung schrumpft rasant.
29.10.2026, 20:07
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In chinesischen Fabriken stehen so viele Roboter wie noch nie. Mit rund 354.000 neu installierten Industrierobotern hat China im Jahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr und fast 60.000 Einheiten mehr als beim bisherigen Jahreshöchststand.

Insgesamt wurden weltweit etwa 603.000 neue Industrieroboter in Betrieb genommen. China allein war damit für mehr als die Hälfte aller Installationen verantwortlich. Zum Vergleich: Die USA kamen auf rund 38.500 neue Roboter, Japan auf etwa 36.000. Der chinesische Markt ist damit fast neunmal so groß wie der zweitgrößte.

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Wie Forschung und Wissen unter Berufung auf die International Federation of Robotics berichtet, arbeiteten Ende 2024 bereits über zwei Millionen Industrieroboter in China. Hintergrund ist die schrumpfende Erwerbsbevölkerung: Die Zahl der 16- bis 59-Jährigen sank binnen eines Jahres um 6,62 Millionen auf 851,36 Millionen Menschen.

In diesen Branchen wird am meisten automatisiert

Den größten Anteil an Robotern verzeichnete die Elektronikindustrie mit rund 96.400 neuen Systemen - ein Plus von 16 Prozent. Die Automobilindustrie legte sogar um 38 Prozent auf etwa 78.900 Einheiten zu. Im Metall- und Maschinenbau stiegen die Installationen um 44 Prozent auf rund 78.700 Roboter.

Auch heimische Hersteller profitieren vom Boom: Chinesische Roboterbauer installierten etwa 195.000 Systeme im eigenen Land und halten damit einen Marktanteil von 55 Prozent. Gleichzeitig wachsen auch ausländische Anbieter mit dem expandierenden Gesamtmarkt.

Robotik als Staatsziel bis 2030

Die Automatisierungswelle ist Teil einer langfristigen Strategie. Der neue Fünfjahresplan für 2026 bis 2030 definiert Robotik ausdrücklich als strategische Zukunftsindustrie. Die Regierung will Anwendungen schneller in die Produktionsrealität bringen und die Digitalisierung klassischer Industrien weiter vorantreiben. Mit über 323 Millionen Menschen über 60 Jahren - fast ein Viertel der Bevölkerung - bleibt der demografische Druck hoch.

tec, 29.10.2026, 20:07