China-Lokal bezahlte Frau (34) zu wenig, kündigte sie

31 Wochestunden arbeitete eine Frau (34) im China-Lokal, von heute auf morgen bekam sie die Kündigung – aber viel zu wenig Geld.

Im Bezirk Korneuburg versuchte der Besitzer eines China-Lokals eine Abwäscherin um ein Drittel ihres Lohns zu prellen. "Morgen brauchst du nicht mehr zu kommen", sagte ihr der Chef des Restaurants. Als wäre das nicht genug, folgte die nächste böse Überraschung am Lohnzettel. 730 Euro bekam die Frau überwiesen – dabei hatte die Teilzeitangestellte 31 Stunden gearbeitet, bezahlt bekam sie nur 20.

Die 34-Jährige wandte sich an die AK Niederösterreich,

die überprüfte die Abrechnung. Und stellte gleich noch einige andere Arbeitsrechtsverletzungen fest. Unter anderem hatte der ehemalige Chef die 14-tägige Kündigungsfrist nicht eingehalten. Und die Betroffene zu spät bei der Gebietskrankenkasse abgemeldet. Außerdem hatte er beim Jahreslohnzettel, den er einreichte, einen viel zu geringen Lohn angegeben.

826 Euro nachbezahlt

Die AK intervenierte und der Besitzer war plötzlich sehr einsichtig. "Der Restaurantbesitzer hat die unbezahlte Arbeitszeit und den Lohn für die zweiwöchige Kündigungsfrist nachbezahlt", so AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Das waren 826 Euro brutto, viel Geld für die Betroffene.

"Leider sehen wir in unseren Beratungen immer wieder ähnliche Probleme bei Teilzeitbeschäftigten", sagt Wieser. "Viele arbeiten regelmäßig mehr Stunden als im Vertrag stehen und bekommen diese nicht oder nur zum Teil ausbezahlt." Wieser fordert, dass Teilzeitbeschäftigte bei mehr geleisteter Arbeit ab der ersten Stunde Überstundenzuschläge bekommen sollen.



(min)

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