Chinesische Bikesharing-Räder landeten im Kanal

Dass die Räder im Fluss landen, kennt man auch aus anderen Städten, in denen sich die chinesischen Bikesharer niedergelassen haben.
Dass die Räder im Fluss landen, kennt man auch aus anderen Städten, in denen sich die chinesischen Bikesharer niedergelassen haben.Bild: Fotocredit: archinoa.at

Die Nutzer der chinesischen Bikesharer genießen die Freiheit, das ausgeliehene Rad überall abstellen zu dürfen. So war das aber sicher nicht gedacht!

Als die chinesischen Bikesharing-Giganten kürzlich in Wien starteten, wurden von vielen Seiten Bedenken geäußert, wie die Kunden mit den ausgeliehenen Fahrrädern umgehen werden. Die Befürchtung war groß, dass sie überall im Weg stehen würden. Diese vier oBikes zumindest sind mehr wie Müll behandelt worden – und nicht bloß widerrechtlich abgestellt. Unbekannte Spaßvögel haben sie in den Wienfluss geworfen.

So mancherorts bestätigt sich tatsächlich die Sorge über fahrlässiges Verhalten, denn immer wieder versperren Leihräder die Gehsteige oder strapazieren die Platzkapazitäten öffentlicher Fahrradständer. Ebenfalls wird von übereinander gestapelten Fahrrädern berichtet. Ein Bild, das in anderen Städten wie Manchester oder Melbourne schon bekannt ist. Dass Fahrräder in Flüsse geworden werden, ist ebenfalls bekannt.

oBike will mehr für ein ordentliches Stadtbild tun

Der chinesische Bikesharer Ofo will hinsichtlich dieses Problems während der Testphase vorbeugende Maßnahmen treffen. Noch sind die Ofo-Räder bei der verhältnismäßig geringen Anzahl von 200 eingesetzten Rädern seltener zu sehen als die von oBike. Diese geben an, mit 500 Fahrrädern in Wien vertreten zu sein, weswegen das Ärgernis um die Fahrräder nicht selten das Logo des Ofo-Konkurenten trägt.

Gegenüber "Radio Wien" sicherte ein Sprecher von oBike zu, dass man die Nutzer in Zukunft noch besser darüber informieren wolle, wo die besten (und legalen) Abstellmöglichkeiten wären. Dazu wäre das oBike-Team mit einem Laster unterwegs, um widerrechtlich abgestellte Räder wieder ordnungsgemäß abzustellen.

Die MA48 schleppt ebenfalls ab

Das ist auch dringend nötig, denn die MA 48 straft die Bikesharer-Giganten ebenso ab, wie die privaten Radbesitzer. 65 Euro Abschleppgebühr plus sieben Euro täglich für Verwahrungskosten. Laut MA 48 sind bis jetzt nur wenige Leihräder abgeschleppt worden. Die weitere Entwicklung wolle man aber weiterhin genau beobachten.

(bai)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Wiener WohnenGood NewsWiener Wohnen

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen