'Flussgeist-Beschwörung': Jörg Haider war dabei

Bei dem "Ritual" habe es sich um etwas ganz anderes gehandelt, so KAV-Direktor Wetzlinger. Auch Jörg Haider sei dabei gewesen.

Als ob die KH Nord-Causa nicht schlimm genug wäre – 95.000 Euro gingen an einen "Bewusstseinsforscher" für die "energetische Reinigung" des Gebäudes – sah sich Herwig Wetzlinger, Direktor des Krankenanstaltenverbunds (KAV), am Freitag mit einem unliebsamen Gerücht konfrontiert.

Am Klinikum Klagenfurt, Wetzlingers früherem Arbeitsplatz, soll eine "Beschwörung der Flussgeister" durchgeführt worden sein, wurde kolportiert.

"Ich weise die Behauptungen, Flussgeister beschworen zu haben auf Schärfste zurück und lasse mich nicht in die Esoterik-Ecke drängen", stellte Wetzlinger in einer Aussendung am Freitagabend klar.

Jörg Haider war dabei

Es habe sich um einen im Jahr 2004 durchgeführten Glandurchstich im Beisein des damaligen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider und seines Stellvertreters Peter Ambrozy gehandelt. Dabei wurde die Glan anlässlich des Baus des Landesklinikums Klagenfurt um- und in ihr ursprüngliches Flussbett zurückgeleitet.

Bei diesem Termin seien auch Anwohner anwesend gewesen, die anlässlich der Rückführung des Flusses in sein ursprüngliches Flussbett Rosen in den Fluss gestreut hätten.

"Von der Beauftragung eines 'Energetikers' für das Krankenhaus Nord habe ich vorab nichts gewusst – das Anbot wurde vor meinem Start bereits gelegt – und hätte es auch nicht befürwortet. Alles Weitere werden die beauftragten Kommissionen klären", so Wetzlinger abschließend.

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(lu)

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