Waltz findet heimische Politik 'besorgniserregend'

Der zweifache Oscar-Preisträger hat in einem Interview mit der "Welt" über die politische Lage in Österreich gesprochen.
Waltz, dessen neuer Film "Alita: Battle Angel" am Valentinstag in den heimischen Kinos Premiere feiert, wurde vom deutschen Medium zu seiner Meinung über das politische Klima in seinem Geburtsland befragt.

"Ja, sehr", antwortete er auf die Frage, ob er an Österreich leiden würde. "Ich finde die politische Entwicklung besorgniserregend". Er wisse zwar nicht genau, wie es sich anfühlen würde wenn man selber dort ist, "ich war im Sommer eine Woche in Wien, da war das Unheil ja schon in vollem Lauf", analysiert er aus der Ferne.

Doch nicht nur in Österreich sei das so. Als "freien Fall" bezeichnet er die populistischen Strömungen in zahlreichen Regierungen. Dabei äußerte er sich auf über den Status Quo in den Vereinigten Staaten.

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"Die sind nicht alle doof da drüben. Wäre Trump direkt gewählt worden, hätte er verloren. Es gibt einen Teil der Bevölkerung, der dagegen ist, der Widerstand leistet. Aber es geht ja nicht nur um Trump. Trump ist nur ein Symptom einer gesellschaftlichen Entwicklung. Und als Nebeneffekt könnte in dem Widerstand etwas Positives entstehen", so Waltz über die momentane Ära Trump.

Der Hollywood-Star hatte auch etwas über seine Profession zu sagen. Der Content-Wahn wirke sich zur Zeit sehr negativ auf die Qualität des Produktes aus. "Warum sollte bei einer wachsenden Zahl an Filmen automatisch auch der Prozentsatz von Qualität steigen? 90 Prozent aller Filme sind Scheißdreck", lässt er wissen.

(baf)

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