Österreich

City will Faxis und Mozartverkäufer stoppen

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:04

Die Innere Stadt fordert von der Stadt einen Runden Tisch zum Thema "Mozartverkäufer", außerdem will die City Maßnahmen gegen die vielen Faxis in Fußgängerzonen.

Mozartverkäufer, die den Stephansplatz und den Herbert-von-Karajan-Platz belagern, sind schon länger ein Ärgernis für die Bewohner und auch für Spaziergänger in der City. Sie sprechen Touristen genauso an wie Wiener, laufen den Passanten zum Teil sogar hinterher – "Heute" berichtete.



Jetzt wehrt sich die City gegen die nervigen Verkäufer. Das Bezirksparlament beschloss am Mittwoch einen Antrag auf einen Runden Tisch zum Thema "Mozartverkäufer", fordert die Stadt auf, in einer Gesprächsrunde Maßnahmen und Leitlinien zu erarbeiten, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Mozartverkäufer stören "Benützbarkeit"

"Es stehen zum Teil zwischen 10 und 12 dieser Verkäufer direkt zwischen U-Bahn-Ausgang und und Dom. Der Bezirk erhält laufend Beschwerden von Bewohnern, Besuchern, Gewerbetreibenden und insbeondere auch von der Stephanspfarre über die Anzahl der Verkäufer sowie deren Verkaufsstil", heißt es in der Begründung. Und: Die "Konzentration dieser Personen" störe die "ungestörte Benützbarkeit des öffentlichen Raums erheblich".



Faxis in Fuzos als Ärgernis

Nicht nur die Mozartverkäufer, auch die wachsende Anzahl an Faxis in den Fußgängerzonen sind der City ein Dorn im Auge. Mit einem Antrag von ÖVP und FPÖ fordert das Bezirksparlament der Inneren Stadt "ein Konzept für 'Faxis in Fußgängerzonen' zu erstellen, welches auf Grund der bestehenden Beschwerden und Beobachtungen von Bewohnern und Unternehmern wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des ausufernden Auftretens von so genannten Faxis in Fußgängerzonen beinhaltet." Die umgebauten Fahrräder, die Personen transportieren oder als Werbeträger fungieren, werden immer mehr, so der Eindruck der City-Bewohner.

City-Bezirkschef Figl: "Laufend Beschwerden über Verkaufsstil der Mozartverkäufer"

"Der Stephansplatz ist die Visitenkarte Österreichs und soll auch dementsprechend zur Geltung kommen. Unser Ziel ist es, dass nach der Generalsanierung genau dies der Fall ist. Wir erhalten laufend Beschwerden von Bewohnern, Besuchern, Gewebetreibenden und insbesondere auch von der Stephanspfarre über die Anzahl der 'Mozartverkäufer' sowie deren Verkaufsstil. Es gilt, eine zufriedenstellende Lösung für alle zu finden. Aufgrund der – auch rechtlichen – Komplexität dieses Themas sind wir hier aber auf Unterstützung von der Stadtregierung angewiesen", stellt City-Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) klar.

Und: "Die Innere Stadt hat eine besondere Lage: Es halten sich bei uns besonders viele Menschen in begrenztem öffentlichen Raum auf. Dadurch stört die Konzentration von Mozartverkäufern und Faxis die ungestörte Benützbarkeit des öffentlichen Raums erheblich." Figls Forderung: Die Stadt müsse gegensteuern.

(gem)

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