In Sachen Mobilität gibt es in Waidhofen an der Ybbs jeden Menge zu tun. Radfahrer nehmen zu, doch eine durchgehende und sichere Radanbindung von der Innenstadt in manch andere Stadtteile gebe es derzeit nicht, ist man sich seitens der Stadt bewusst. Derzeit unbefriedigend seien auch die Verkehrsanbindungen in die Ortsteile. Es brauche eine bedarfsorientierte Mobilitatslosung.
Ein Hindernis dabei ist ausgerechnet das bekannteste Verkehrsmittel in der Stadt: die Citybahn. Nach der Eisenbahnkreuzungsverordnung ist die Stadt nämlich verpflichtet 50 Prozent der Kosten fur die Sicherung der Eisenbahnkreuzungen mitzufinanzieren. Laut NOVOG stehen Kosten von rund 2 Millionen Euro beim derzeitigen Bestand im Raum.
Bahn wird gekürzt
Die Citybahn soll zwar auch weiterhin bestehen, wird aber nur mehr bis zur HTL gefuhrt. Damit sei gewahrleistet, dass Schuler gerade zu Stoßzeiten auf der Schiene sicher und ohne zusatzliche Belastung des Straßennetzes ans Ziel gelangen. Analysen zeigen außerdem deutlich, dass die beiden Haltestellen Kreilhof und Gstadt nur sehr wenige Fahrgaste nutzen. Diese konnen ohne Probleme mit dem bestehenden offentlichen Verkehr, Citybus und Mostviertellinie, transportiert werden.
"Insgesamt bekennen wir uns mit dieser Maßnahme langfristig zur Citybahn, wir konnten den Takt erhohen und wollen mit neuen Ideen das Thema der Co2-Emissionen behandeln", sagt Bürgermeister Werner Krammer. Gleichzeitig ermogliche die Auflassung der Bahnstrecke und der Eisenbahnkreuzung ein großes zusammenhangendes Betriebsgebiet. Auch könne man dadurch die Radweganbindung in der Stadt sicherer gestalten. Durch die gesparten Gelder will man ein Anrufsammeltaxi finanzieren.
Krammer erklärt: "Dieses Gesamtpaket, das mit dem Land Niederosterreich und der NOVOG vorbesprochen ist, bringt einen hohen offentlichen Mehrwert fur die Stadt. Dadurch werden Probleme gelost und gleichzeitig Moglichkeiten geschaffen, nicht zuletzt fur die Ortsteile, die seit Jahren eine Verbesserung ihrer Verkehrssituation fordern. Es wird dem Gemeinderat am 29. April zur Beschlussfassung vorgelegt." (min)