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CNN-Reporterin Ward gelingt Flucht aus Afghanistan

Selbst als die Taliban einmarschierten, blieb sie in Kabul, um über die Lage zu berichten. Nun hat CNN-Journalistin Clarissa Ward das Land verlassen.
20 Minuten
21.08.2021, 21:31

Sie ist wohl einer der mutigsten Menschen überhaupt zurzeit: US-Kriegsreporterin Clarissa Ward berichtete für CNN live aus Afghanistan – selbst dann noch, als die Taliban die Stadt längst eingenommen hatten. Zwar sah sie sich gezwungen, ihr Outfit vor der Kamera zu wechseln. Hatte sie vor dem Umsturz noch mit offenem Haar und westlicher Kleidung berichtet, trat sie in den letzten Tagen nur noch komplett verhüllt im Tschador vor die Kamera.

Ihre Berichterstattung allerdings blieb gleich: Unaufgeregt, kompetent und mutig entspann sie für die Zuschauer in den USA und aller Welt die Wirren in Afghanistan. Dabei hatte die 41-jährige Chefkorrespondentin von CNN auch heikle Situationen zu bewältigen. In einem Videoausschnitt aus einer Liveschalte, der auf Twitter kursierte, ist zu sehen, wie aufgebrachte Taliban auf Ward zustürmen – mit gezückter und geladener Waffe.

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"Es ist offensichtlich, dass diese Talibankämpfer vollgepumpt mit Adrenalin oder sonst was sind", berichtet Ward, als ein Islamist mit gezückter und entsicherter Waffe an ihr vorbeistürmt. "Die Situation ist gerade sehr delikat." Dann verruckelt die Kamera, weil zwei weitere Taliban-Kämpfer den Kameramann und Produzenten der Sendung angreifen.

"Wir hatten Glück"

Nun hat sich Clarissa Ward dazu entschieden, Afghanistan zu verlassen. Über Twitter teilte sie mit, dass sie sicher in Katar angekommen sei. "Bin gerade in Doha gelandet zusammen mit 300 afghanischen Geflüchteten. Ein riesiges Dankeschön an euch alle für eure Unterstützung, an die US Air Force, dass sie uns rausgeflogen haben und an Katar, dass sie uns willkommen heißen. Wir sind die, die Glück hatten", schrieb Ward.

Zuvor postete die Kriegsreporterin ein Bild aus dem Innern des Flugzeuges, das sie aus Afghanistan brachte. Darauf zu sehen: Menschen aus Afghanistan, dicht gedrängt im Bauch der US-Maschine. "Wir bereiten uns auf den Abflug vor", schrieb Ward dazu.

Eine Maschine der US Air Force brachte Ward zusammen mit 300 afghanischen Geflüchteten nach Katar.

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