Einsatz der Wiener Berufsrettung sowie der Berufsfeuerwehr am Dienstag kurz auch 21 Uhr im 17. Bezirk! Nach einer Alarmierung befanden sich die Einsatzteams in einer Wohnung in der Frauenfeldergasse im Einsatz – ein Rettungshubschrauber musste ein 11-jähriges Mädchen in ein Spital bringen.
Wie die Wiener Berufsfeuerwehr gegenüber "Heute" erklärt, drang Kohlenmonoxid aufgrund eines häufigen Fehlers bei der Nutzung eines mobilen Klimageräts in Kombination mit einer Gastherme in einer Wohnung.
Vor Ort fanden die Einsatzkräfte ein bewusstloses Mädchen (11) vor, es wurde von der Wiener Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus geflogen. Ein Leserreporter-Video zeigt den Einsatz vor Ort.
Die Konzentration an Kohlenmonoxid in der Wohnung war so hoch, dass auch die umliegenden Wohnungen von der Berufsfeuerwehr kontrolliert werden mussten. Regelmäßig warnt die Feuerwehr vor der Nutzung mobiler Klimageräte in Kombination mit Gasthermen.
Werden mobile Klimageräte gemeinsam mit Gasthermen oder anderen gasbetriebenen Geräten verwendet, kann sich Kohlenmonoxid in der Wohnung sammeln. Der Grund liegt beim Abluftschlauch der Klimageräte. Er bläst warme Luft nach draußen. Dadurch kann in der Wohnung ein Unterdruck entstehen. Dieser Unterdruck kann Abgase aus der Gastherme zurück in die Wohnräume ziehen, statt sie über den Kamin abzuführen.
Das Tückische daran: Das Gas ist unsichtbar, geruchlos und geschmacklos. "Kohlenmonoxid ist ein heimtückisches Atemgift. Betroffene bemerken die Gefahr oft zu spät. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Müdigkeit können erste Warnsignale sein. Werden diese Symptome ignoriert, kann es innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod kommen", warnt etwa NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.
Besonders gefährlich wird es an extrem heißen Tagen. Dann kann ein sogenannter "Luftstoppel" entstehen. Warme Außenluft verhindert dabei den natürlichen Abzug der Abgase über den Kamin. Kommt dann noch der Unterdruck durch ein Klimagerät dazu, steigt das Risiko massiv.