CO-Drama in Wien: Sohn (16) bricht tot zusammen

Ein Kohlenmonoxidunfall in Wien-Margareten endete tödlich.
Ein Kohlenmonoxidunfall in Wien-Margareten endete tödlich.Bild: MA 68/Symbolbild
Ein 16-Jähriger verstarb bei einem Kohlenstoffmonoxidunfall in einer Wohnung in Wien-Margareten. Schuld dürfte ein mobiles Klimagerät sein.
Der Jugendliche war in der Nacht auf Samstag im Badezimmer der erlterlichen Wohnung in Wien-Margareten zusammengebrochen. Seine Eltern verständigten sofort den Rettungsdienst. Unverzüglich wurde der 16-Jährige von den Rettungsdienstmitarbeitern ins Freie gebracht, mit der Reanimation begonnen und ein Kohlenstoffmonoxid-Alarm ausgelöst.



Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr Wien wurden sowohl die betroffene Wohnung als auch alle daran angrenzenden Wohnungen kontrolliert. Einige Wohnungen mussten von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet werden. Ebenfalls wurde über eine Drehleiter in eine der Wohnungen eingestiegen.

CommentCreated with Sketch.26 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Klimagerät wohl der Auslöser



Im Zuge der Kontrolle wurde in der betroffenen Wohnung ein mobiles Klimagerät aufgefunden, dessen Betrieb in Verbindung mit der laufenden Gastherme zu diesem tödlichen Unfall geführt haben dürfte.



Alle Versuche des Teams der Berufsrettung Wien den verunfallten 16-Jährigen zu reanimieren blieben erfolglos, der Mann verstarb an der Einsatzstelle.

Warnung der Feuerwehr

Die Berufsfeuerwehr Wien warnt abermals eindringlich vor CO-Unfällen: Unter normalen Umständen sei eine Gastherme absolut sicher. Probleme mit einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kann es dann geben, wenn Therme oder Rauchfang nicht oder nur schlecht gewartet sind, es besonders heiß ist oder wenn Ventilatoren die Luft aus der Wohnung ins Freie saugen – beispielsweise bei einer Dunstabzugshaube oder einer mobilen Klimaanlage, die über einen Schlauch die Abluft ins Freie bläst, oder über ein mit einer Spezialdichtung abgedichtetes gekipptes Fenster.

Die Berufsfeuerwehr Wien rät, beim Betrieb der Therme im Sommer – beim Duschen oder Geschirr abwaschen – Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme montiert ist. Hohe Temperaturen begünstigen überdies Kohlenstoffmonoxid-Unfälle: Durch große Hitze kann sich in den Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen.

Wartung und Kontrolle wichtig



Daher ist es wichtig, die Gastherme regelmäßig zu warten, den Rauchfang regelmäßig überprüfen zu lassen und beim Einbau neuer Türen oder Fenster den Rauchfangkehrer zu kontaktieren. Dieser muss feststellen, ob die Therme noch ausreichend Verbrennungsluft bekommt.

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich – vereinfacht -an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich. Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Wenn solche Symptome auftreten, sofort den gefährdeten Bereich verlassen und Rettung und Feuerwehr verständigen. (rfi)

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