Österreich

CO-Vergiftung in Karthalle – 6.500 € Strafe für Chef

Besucher einer Karthalle eritten im heurigen Jänner eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, fünf Kinder kollabierten sogar. Nun landete der Fall vor Gericht.

Christine Ziechert
Fünf Kinder und ein Erwachsener kollabierten in der Karthalle (Symbolbild).
Fünf Kinder und ein Erwachsener kollabierten in der Karthalle (Symbolbild).
Getty Images

Weil sich ein Stecker gelöst hatte, wurde heuer am 15. Jänner die Luftzufuhr zu einer Karthalle im Bezirk Wolfsberg (Ktn.) blockiert – mit fast fatalen Folgen. Denn, um Heizkosten zu sparen, wurde aufs Lüften verzichtet, die Kohlenmonoxid-Konzentration stieg rasch an. 13 Besucher erlitten eine CO-Vergiftung, fünf Kinder (zwischen zehn und 17 Jahren) und ein Erwachsener kollabierten sogar.

Nun musste sich der Betreiber (32) wegen fahrlässiger Gemeingefährdung vor dem Bezirksgericht Wolfsberg verantworten, berichtet die "Kleine Zeitung". Der 32-Jährige bekannte sich vor der Richterin nicht schuldig, "übernimmt aber die Verantwortung". Der Angeklagte, der laut eigener Angabe am Unglückstag nicht vor Ort war, sprach von einer "Verkettung unglücklicher Umstände".

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    Anlage zuletzt vor acht Jahren kommissionell überprüft

    Die Halle sei seit 28 Jahren in Betrieb, es sei nie etwas vorgefallen. Die letzte kommissionelle Prüfung der CO-Messanlage ist allerdings bereits acht Jahre her. Er hätte die Anlage selbst alle 14 Tage getestet, erklärte der 32-Jährige. Die Richterin bot dem Angeklagten eine Diversion in einer Gesamthöhe von rund 6.500 Euro an. Diese umfasst eine Geldbuße,  Entschädigungskosten von 100 Euro für die 13 Opfer sowie sämtliche Gerichts- und Gutachterkosten.

    Um unbescholten zu bleiben, nahm der Angeklagte den Vergleich an. Die Bezirks-Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, damit ist die Entscheidung nicht rechtskräftig.