Wegen Gewalt in der Familie kam es in Linz-Urfahr zu einem Cobra-Einsatz. Eine Mutter war zuvor mit ihren kleinen Kindern verängstigt zur Polizei gekommen.
Es muss ein jahrelanges Martyrium gewesen sein. Eine 41-jährige Slowakin kam am Donnerstagabend verängstigt auf die Polizeiinspektion in der Kaarstraße. Bei ihr: ihre zwei kleinen Kinder, eines im Volksschulalter, eines im Kindergartenalter.
Die Frau schilderte den Beamten dann ihren Leidensweg. Ihr Lebensgefährte, ein 39-jähriger Mazedonier, soll die Familie jahrelang gequält haben. Er habe seine Frau bedroht, geschlagen, vergewaltigt. Auch gegenüber den Kindern soll er gewalttätig geworden sein.
Auslöser für die Anzeige war das aggressive Verhalten des Mannes am Tag zuvor. Die Frau hatte offenbar große Angst, dass etwas ganz Schlimmes passiert.
Als die Frau dann auch noch erzählte, dass der Mann drei Schusswaffen in der Wohnung hat, wurde sofort die Sondereinheit Cobra alarmiert. Noch am Abend gab es den Zugriff.
Gegen 21 Uhr fuhr die Cobra zur Wohnung, der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. „Er sagte, er habe bereits vermutet, dass etwas nicht stimme, weil er seine Frau nicht erreicht habe. Aber als er die Cobra vor der Wohnungstüre gesehen hat, war er sehr überrascht", sagt Einsatzleiter Michael Hubmann zur APA.
In der Wohnung wurden die Beamten schnell fündig. Sie entdeckten ein Maschinengewehr (!) samt Munition. Eine weitere geladene Waffe soll der Beschuldigte (gegen den ein Waffenverbot besteht) kurz vor dem Zugriff aus einem Fenster geworfen haben. Gefahr für die Hausbewohner bestand laut Polizei nicht. Der Mann wurde festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum gebracht.
(rep)