Sticht Coca-Colas Energy-Drink jetzt Red Bull aus?

Coca-Cola macht Red Bull mit einem eigenen Energy-Drink Konkurrenz. Das neue Getränk im Check.
Coca-Cola hat seinen eigenen Energy-Drink herausgebracht. "Heute"-Schwestermedium "20 Minuten" hat den neuen Coca-Cola Energy probiert – wie steht der Neuling im Vergleich zum Branchenprimus Red Bull da?

Geschmack



Der Slogan des neuen Getränks lautet: "Der einzige Energy-Drink mit tollem Coca-Cola-Geschmack" – ein Seitenhieb auf Red Bull. Tatsächlich riecht und schmeckt das Getränk nach Cola. Anders als der klassische Soft-Drink enthält es aber weniger Kohlensäure und schäumt viel weniger. "Es schmeckt wie geschütteltes Cola", sagt einer der 20-Minuten-Tester. Auffällig ist, dass der Energy-Drink im Vergleich zu Red Bull weniger penetrant riecht. Wer im Zug einen Coca-Cola Energy öffnet, dürfte die anderen Passagiere viel weniger ärgern, als wenn es ein Red Bull wäre.

Inhalt

Im Gegensatz zu Red Bull enthält Coca-Cola Energy kein Taurin (im Volksmund auch bekannt als "Stiersperma"). In einer Dose Red Bull ist 1 Gramm der Säure. Der Koffeingehalt beträgt bei beiden Getränken 80 Milligramm pro 250 Milliliter und auch der Zuckergehalt ist fast gleich hoch. Red Bull hat mit 115 Kilokalorien einen leicht höheren Brennwert als Coca-Cola Energy (105 Kilokalorien).

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Marke

Der neue Energy-Drink ist auf den ersten Blick als Coca-Cola-Produkt zu erkennen. Der Konzern wolle Energy-Drink-Konsumenten mit seinem Markennamen anlocken, sagt Markenexpertin Adrienne Suvada: "Trotzdem wird Coca-Cola Schwierigkeiten haben, Anteile am Energy-Drink-Markt zu gewinnen." Red Bull sei als etablierter Anbieter im Vorteil. So sieht es auch Markenexperte Stefan Vogler: "Wer heute an Energy-Drink denkt, denkt automatisch an Red Bull." Mittelfristig könne kein anderer Energy-Drink Red Bull diese Position streitig machen.

Preis

Der Energy-Drink von Coca-Cola kostet in Deutschland rund 20 Prozent mehr als eine Dose Red Bull. Umgerechnet 1,19 Euro zahlt man für 250 Milliliter Coca-Cola Energy. Für die gleiche Menge Red Bull sind es 0,99 Euro. Der Preisunterschied könnte ein Nachteil für Coca-Cola sein, sagt Suvada: "Das Produkt ist neu und auch noch teurer – selbst wenn Coca-Cola günstiger wäre, würde der Konsument tendenziell eher zum etablierten Energy-Drink greifen." Besonders jüngere Kunden seien preissensibler, sagt Vogler. Wer aber bereits Fan von Coca-Cola ist, sei sich höhere Preise eher gewöhnt.

Zielgruppe

Die Zielgruppen der beiden Getränke dürften ähnlich sein. Der US-Konzern wird sich anfangs vor allem auf Coca-Cola-Fans konzentrieren, glaubt Vogler. Diese Zielgruppe sei tendenziell etwas älter als die von Red Bull. Der Fokus auf natürliche Inhaltsstoffe wie Guarana und Vitaminen ist laut Vogler ein zeitlautes Verkaufsargument. Ein gesundes Getränk sei es deswegen aber noch lange nicht, gibt Suvada zu bedenken.

Verfügbarkeit

Red Bull gibt es in Österreich praktisch überall. Dagegen ist es für den Konsumenten derzeit eher mühsam, an den Energy-Drink von Coca-Cola zu kommen. Das Getränk gibt es momentan in Deutschland, England, Spanien und Ungarn. Dass der US-Konzern es auch nach Österreich bringen wird, ist wahrscheinlich – Pläne verrät Coca-Cola aber noch keine. (20 Minuten)

(rfr)

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