"Fantastisch und definitiv nicht geplant", bezeichnete Lindsey Vonn ihren Schritt, wieder mit dem US-Team zu trainieren, gegenüber der "New York Times". Die 40-Jährige bestätigte der Zeitung damit ihre Sensationscomeback, nachdem sie 2019 zurückgetreten war.
Vonn erklärt, ab Freitag wieder Teil des US-Skiteams zu sein. Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin hat die Hoffnung, noch in diesem Winter wieder Rennen im Weltcup fahren zu können. Nach ihrer Ski-Karriere ließ sich Vonn ein künstliches Kniegelenk implantieren, ist seither schmerzfrei und scheinbar voller Tatendrang.
Erste Gerüchte waren bereits im September aufgekommen, als Vonn beim Gletscher-Training gesehen wurde. Nun will es die 40-Jährige also tatsächlich noch einmal wissen. Zuletzt machten Meldungen die Runde, die Siegerin von 82 Weltcuprennen könnte einen ersten Härtetest bei den Weltcuprennen in Beaver Creek (14./15. Dezember) geben. Vonn habe die Hoffnung, dabei "dass ich etwas erreichen kann". Zunächst wird die US-Amerikanerin aber mit den US-Läuferinnen ein Trainingslager in Copper Mountain absolvieren.
Angst, nach fünf Jahren wieder die Speed-Ski anzuschnallen, hat die 40-Jährige aber nicht. "Niemand ist vor den Gefahren des Skisports gefeit, aber ich leibe es und das ist ein Risiko, das ich bereit bin, einzugehen", sagte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin.
Vonn folgt damit Österreichs Ski-Gigant Marcel Hirscher, der beim Gletscher-Riesentorlauf in Sölden auf die Skibühne zurückgekehrt ist – nach ebenso fünf Jahren Pause. Mittlerweile tritt der 35-Jährige für die Niederlande an, eine Wildcard-Regelung ermöglichte Hirscher die Weltcup-Rückkehr. Auch Vonn würde diese Wildcard erhalten, sofern der Ski-Weltverband FIS zustimmt.