"Cooler" Kremser stieß nach Zechprellerei Kellnerin

Der Angeklagte
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Ein junger Kremser hatte nach einer Zechprellerei die Kellnerin gestoßen, raubte einem Nachtschwärmer das Handy und musste jetzt dafür vor Gericht.

Ein Kremser Anfang 20 zeigte sich bei der Verhandlung am Landesgericht Krems jetzt äußerst gelassen und abgebrüht: Der bis dato Unbescholtene ließ alle im Gerichtssaal wissen: "Mir ist alles wurscht."

Böller in Fenster

Er soll laut Anklage einem Freund Geld abgeknöpft und ein Handy geraubt haben. Nach einer nicht bezahlten Zeche soll er zudem eine Kellnerin zu Boden gestoßen haben. Weiters soll er laut Anklage einen Bekannten über die Stiegen geschubst haben, einen Böller in ein Fenster geworfen, ein Auto beschädigt und einen Feuerlöscher demoliert haben. Die verschiedenen Delikte waren laut Anklage im Jahr 2020 und 2021.

Für den Handyraub tischte er beim Prozess folgende Geschichte auf: "Es war eine Notsituation. Ich habe dem Nachtschwärmer das Handy nur abgenommen, um die Rettung zu rufen. Denn ein Drogenspezi ist bewusstlos im Graben gelegen", so der Angeklagte sinngemäß. Dagegen sprach indes die Aussage bei der Polizei, wo der Kremser noch von einem Raub aus Spaß gesprochen hatte.

20 Monate Haft

Den Böllerwurf (Schaden 1.500 Euro) gab er zu, zu den anderen Straftaten zeigte er wenig Schuldeinsicht. Die Richterin regte sich über das "Mir-ist-alles-wurscht"-Verhalten des Angeklagten auf, mahnende Worte prallten jedoch einfach ab.

Bei der Urteilsverkündung verzog sich schließlich erstmals die Miene des jungen Kremsers: 20 Monate unbedingte Haft (nicht rechtskräftig).

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Krems an der DonauGerichtProzess

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