H&M-Filialen wegen "Affen"-Pulli verwüstet

Mehrere Filialen in Johannesburg wurden von Demonstranten gegen die "rassistische" Modekette gestürmt und verwüstet. Die Polizei setzte Gummigeschosse ein.

Nach Demonstrationen und Gewaltausschreitungen in Südafrika hat die Modekette "H&M" alle Filialen in dem Land bis auf Weiteres geschlossen. Der Auslöser: Ein Werbesujet, in dem ein dunkelhäutiger Bub in einem Pulli mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" posiert – "heute.at" berichtete.

Kurz nach Veröffentlichung des neuen Katalogs brach ein Shitstorm inklusive Rassismus-Vorwürfe über den schwedischen Textilienhändler herein.

Am Samstag (13. Jänner) wurden schließlich bei Protesten der linken Gruppierung Economic Freedom Fighters (EFF) in der südafrikanischen Provinz Gauteng sechs Läden gestürmt und von den aufgebrachten Demonstranten verwüstet.

"Die Zeit der Entschuldigung für Rassismus ist vorbei", wetterte EFF-Sprecher Mbuyiseni Ndlozi. "Es muss Konsequenzen für Rassismus geben, Punkt." Die Gruppe forderte die Schließung der Filialen der "rassistischen" Modekette.

Die Polizei schritt ein und feuerte mit Gummigeschossen auf die Vandalen, wie Sprecher Lungelo Dlamini gegenüber dem Nachrichtenportal "News24" bestätigte. Es habe keine Festnahme gegeben und auch gestohlen sei nichts geworden.

Die vorrübergehend geschlossenen Filialen sollen erst wieder öffnen, wenn sich die Lage beruhigt hat. Der umstrittene Pulli ist unterdessen bereits aus dem Sortiment genommen worden.

Wie kontrovers die Vorwürfe sind, zeigt auch die Reaktion der Mutter des abgebildeten Buben. Sie wetterte gegen das über den "Rassismus" echauvierte Lager: "Hört auf, die ganze Zeit falschen Alarm zu schlagen, das ist eine unnötige Angelegenheit... Kommt darüber hinweg."

(red)

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