Corona: Abgeordnete desinfizieren Rednerpult

PID/Christian Fürthner
PID/Christian FürthnerBild: zVg
In Wien tagen Gemeinderat und Landtag am Donnerstag unter starken Hygienemaßnahmen. Statt 100 sind nur 66 Mandatare dabei, die Sitzungen fallen kürzer aus.
"Bereits vor 14 Tagen haben wir eine Sondervereinbarung der Fraktionen wegen der Pandemie geschlossen", erzählt der Vorsitzende des Wiener Gemeinderats Thomas Reindl (SPÖ).

Es wird natürlich auf die Einhaltung aller "Hygienestandards, mit allen Pros und Contras", geachtet betont er. "Wir werden den Sitzungsablauf optimieren und so kurz wie möglich halten", erzählt Reindl. Er betont: "Wir wollen zeigen, dass wir trotz Corona für die Wiener arbeiten wollen."

Der Kleinste Landtag aller Zeiten

"Außerdem werden wir die Zahl der anwesenden Personen reduzieren, nur ein Minimum an Mitarbeitern und nur mit 66 Mandataren tagen", berichtet Reindl. Hauptziel der Maßnahmen: Die Risikogruppe soll geschützt werden. Denn auch unter den Gemeinderatsmandataren gibt es ältere und Personen mit Vorerkrankungen, sowie Frauen in Mutterschutz.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Redner müssen Pult selber desinfizieren - Raucherkammerl bleibt geöffnet

Die Sitzabstände werden vergrößert, Mandatare aber auch Stadträte auf die Galerien verbannt. Außerdem wird es keine Fragestunde geben, Anfragen an die amtsführenden Stadträte können nur schriftlich gestellt werden. Die aktuelle Stunde wird halbiert und Desinfektionsmittel werden bereit gestellt. Nicht alltäglich: Die Redner müssen im Anschluss an die Ansprache Pult und Mikro selber abwischen - mit Desinfekt. Ein Jauserl müssen sich die Gemeinderäte selbst mitbringen, bleibt das Rathausbuffet geschlossen. Das Raucherkammerl allerdings nicht, hier darf - Corona hin oder her - nach Herzenslust gequalmt werden (allerdings nur, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird).

Inhaltliches: Gärten, Mindestsicherung und Förderung von Kleinbetrieben

Klar ist, ganz oben auf der Tagesordnung wird die Forderung stehen, die Bundesgärten (also Augarten, Schönbrunn und Burggarten) wieder für die Wiener zu öffnen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hatten das zuletzt gegenüber Medien gefordert. Außerdem wird das Wiener Corona-Hilfspaket für Unternehmen beschlossen werden. Außerdem eine Novelle der Wiener Mindestsicherung. Arbeitslose unter 25 sollen damit besonders gefördert werden.

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