Corona-Armut sorgt für Riesen-Schlangen bei Caritas

Helfer haben alle Hände voll zu tun.
Helfer haben alle Hände voll zu tun.Caritas
In Folge der Gesundheitskrise verschärft sich auch die soziale Lage im Land. Viele Menschen sind auf Hilfe angewiesen.

Die Corona-Krise sorgt für bedrückende Bilder in Wien. Vor den Standorten der Caritas-Lebensmittelausgabe bilden sich immer wieder lange Schlangen. Viele Menschen sind in der Krise in finanzielle Schwierigkeiten gerutscht.

"Der Druck auf viele Menschen steigt mit Fortdauer der Krise", sagt Klaus Schwertner, Geschäftsführender Caritasdirektor der Caritas Wien, zu "Heute". "Es wenden sich derzeit sehr viele Menschen an uns, die niemals gedacht hätten, Hilfe von der Caritas zu brauchen. Die Gründe liegen auf der Hand: Plötzlicher Jobverlust, Kurzarbeit, nicht mehr leistbare Mieten. Auch bei unseren LeO-Lebensmittelmärkten begegnen wir diesen Menschen. Die Nachfrage ist groß."

30.000 Lebensmittelpakete

Seit Beginn der Krise wurden in zehn Ausgabestellen in Wien über 30.000 Lebensmittelpakete ausgegeben. Das sind über 620.600 Kilogramm seit März dieses Jahres für Menschen in Not.

Schwertner zeigt sich besorgt: "Das sind Zahlen, die für uns deutlich machen: Wir müssen alles dafür tun, damit aus der Gesundheitskrise nicht mehr und mehr eine soziale Krise wird." Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und verlängerter Kurzarbeit rechnet er mit einem weiteren Anstieg.

Aktuell versucht die Caritas, gemeinsam mit Spenderinnen und Spendern möglichst viele leere Einkaufswägen für armutsbetroffene Menschen zu füllen. Auf "www.schenkenmitsinn.at" kann jede und jeder einen Beitrag leisten und dabei helfen, dass möglichst alle Wienerinnen und Wiener gut durch die nächsten Wochen kommen.

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