WEGA-Einsatz bei Corona-Demo in Wiener City

Corona-Demo am Karlsplatz
Corona-Demo am Karlsplatzleo
Samstag Mittag versammeln sich erneut tausende Gegner der Corona-Maßnahmen in der Wiener Innenstadt. Einige reisten auch aus Tirol an.

Auf den 13. Februar mobilisierten wieder zahlreiche Gruppen für eine Groß-Demo in der Wiener Innenstadt. Federführend waren auch diesmal rechtsextreme Netzwerke. Die meisten Kundgebungen wurden aufgrund der zu erwartenden Verstöße untersagt.

Das hielt tausende Corona-Kritiker aus allen Bundesländern allerdings nicht davon ab, den Aufrufen ihrer jeweiligen Rädelsführer zu folgen. Teilnehmer reisten jedoch mit Bussen sogar aus Tirol an. Eine der wenigen nicht verbotenen Versammlungen sollte mit 50 Menschen im Resselpark am Karlsplatz stattfinden. Doch bereits vor Beginn waren es mehrere Hundert.

Tausende marschieren über Ring

Einer der Initiatoren rief dazu auf, am Ring spazieren zu gehen. Das führte dazu, dass tausende Teilnehmer ausgehend vom Burgtor über den Gehsteig zum Karlsplatz marschierten. Der Verkehr musste deswegen gesperrt werden.

Ab 14.00 Uhr findet nun die Versammlung mit weit über 50 Menschen am Karlsplatz statt. Die Polizei weist auf Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht hin, doch kaum jemand kommt diesen Aufforderungen nach. Ihnen drohen Anzeigen.

Vor Ort sind auch einschlägig bekannte Rechtsextreme, verurteilte Neonazis und Fußball-Hooligans. Zwei andere Teilnehmer wurden beim Verrichten ihrer Notdurft in der U-Bahn-Station Karlsplatz gesehen. Der dominierende Schlachtruf lautet "Kurz muss weg".

Demos ziehen durch die City

Tests der angereisten Tiroler werden laut der Wiener Polizei nicht kontrolliert. Vor Ort wird lediglich auf Einhaltung der Maßnahmen geachtet. Aber: "Grundsätzlich werden Busse, welche am Weg nach Wien waren, entsprechend kontrolliert."

Gegen 15 Uhr wurde die Versammlung für beendet erklärt. Die Teilnehmer marschieren nun geschlossen in Richtung des Rings. Auf Höhe der Nibelungengasse stellen sich gegen 15.20 Uhr Beamte der WEGA in den Weg. Auch am Burgring hat sich eine Polizei-Kette in Stellung gebracht.

Die Lage wird zunehmend chaotisch. Mehrere Demonstrationszüge ziehen unabhängig voneinander und teilweise ohne Polizeigeleit durch die Innenstadt. Einige tausend im Bereich der Albertina, eine andere Demo in der Kärntner Straße, auch am Burgring sind nach wie vor unzählige Teilnehmer.

+++ Dieser Artikel wird laufend ergänzt +++

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