Fast täglich wird in Linz und in anderen Gemeinden Oberösterreichs gegen die Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht demonstriert. Mal sind es nur einige wenige, mal etwas mehr, wie am Mittwoch, wo mehr als 2.000 Menschen einen acht Kilometer langen Marsch durch Linz machten (wir berichteten).
Immer mit dabei ist die Polizei. Die sorgt dafür, dass alles geregelt abläuft, es zu keinen Ausschreitungen kommt. Auch am Mittwoch waren wieder "mehrere hunderte" Polizisten im Einsatz, wie die Pressestelle auf Nachfrage von "Heute" bestätigt.
Und weil es eben so viele Demos sind, sind auch viele Polizisten im Einsatz und das kostet. "Alleine heuer haben die 2.500 dafür eingesetzten Polizistinnen und Polizisten rund 100.000 Einsatzstunden bei Versammlungen geleistet", erklärte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl erst am Montag.
Und weil eine Einsatzstunde bei der Polizei 32,2 Euro kostet, sind damit derzeit schon 3,2 Millionen Euro an Steuergeld angefallen. Denn zahlen müssen die Demoveranstalter den Polizeieinsatz natürlich nicht.
Die tatsächliche Summe ist übrigens noch deutlich höher, denn neben den Einsatzstunden sind auch noch die Fahrzeuge und der eingesetzte Hubschrauber zu berappen. Und das Fluggerät kostet mehr als 50 Euro, in der Minute wohlgemerkt.
Zum Vergleich: Im Jahr 2018 hatten die Polizeieinsätze einer gesamten Fußball-Bundesliga-Saison rund 10 Millionen Euro gekostet.