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Corona in Österreich – 50 Fragen, 50 Antworten

Heute Redaktion
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"Heute" hat für Sie die am meisten gestellten Fragen zum Coronavirus beantwortet. Was Sie alles darüber wissen sollten, haben wir kurz und kompakt zusammengefasst.

Die wichtigsten Fragen zu COVID-19 haben wir für Sie kurz beantwortet - alles was Sie jetzt wissen müssen.

Wie kann ich mich am besten schützen?

Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen!

Wie gefährlich ist das Virus?

Weniger gefährlich als MERS und SARS, aber gefährlicher als die Grippe. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 3 Prozent.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

14 Tage.

Ist man währenddessen bereits ansteckend?

Ja.

Wie steckt man sich an?

Über Kontakt mit Erkrankten und kontaminierten Oberflächen.

Kann man sich über Körperkontakt anstecken?

Ja.

Über Küsse oder beim Sex?

Ja, in beiden Fällen.

Wie lange überleben Viren auf Oberflächen?

Viren können bis zu etwa 24 Stunden auf Oberflächen infektiös bleiben.

Soll ich Türklinken meiden?

Geht oft schlecht, wo es möglich ist, Türschnalle mit dem Ellenbogen öffnen.

Soll ich Hände schütteln?

Besser nicht, wenn es nicht zu unhöflich ist. Sonst: nachher Hände waschen.

Muss ich Handschuhe tragen?

Momentan noch nicht.

Schützen mich Masken?

Es gibt unterschiedliche Meinungen. Klar ist, dass Schutzmasken andere vor einer Infektion schützen können.

Wo bekomme ich noch welche?

Aktuell ist es schwierig: Apotheken, Baumärkte und Fachgeschäfte haben derzeit Lieferengpässe.

Hilft Desinfektionsmittel?

Ja, herkömmliches Desinfektionsmittel tötet die Viren auf Oberflächen ab.

Hilft eine Grippeimpfung?

Nein, gegen das Coronavirus hilft eine Grippeimpfung leider nicht.

Gibt es einen Corona-Impfstoff?

Derzeit nicht. Es wird intensiv an der Herstellung gearbeitet. In China laufen angeblich die ersten Tests.

Wer ist besonders gefährdet?

Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind die Risikogruppen.

Ich habe eine Autoimmunkrankheit. Bin ich besonders gefährdet?

Ja. Über weitere Details informieren Sie die Ärzte.

Sind Kinder gefährdet?

Bei Kindern ist der Krankheitsverlauf zumeist nur mild.

Sind Schwangere gefährdet?

Auch schwangere Frauen zählen nicht zur erhöhten Risikogruppe.

Ich bin erkrankt, was jetzt?

Der Verdacht auf COVID-19 muss gemeldet werden. Bitte nicht gleich zum Arzt, zuerst telefonieren. Hausarzt oder Experten des Gesundheitstelefons 1450 helfen und informieren über weitere Schritte. Die Corona-Hotline (☎ 0800 555 621) ist 24 Stunden erreichbar.

Ein Bekannter ist erkrankt, was jetzt?

Auch hier sollte man telefonisch einen Arzt zu Rate ziehen.

Gibt es ein Medikament?

Derzeit nein.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Es können nur die Symptome, wie etwa Fieber, behandelt werden.

Ich bin gesund, wie kann ich mich schützen?

Durch Händewaschen und -desinfizieren sowie das Meiden von Erkrankten und von Menschenansammlungen. Als Richtlinie gilt eine Armlänge Abstand zu Fremden. Auf Reisen in Risikozonen sollte man verzichten.

Kann ich ins Kino oder Stadion?

Sollten die Fallzahlen in Österreich steigen, werden Empfehlungen folgen – Menschenansammlungen wären dann in jeder Form zu vermeiden.

Soll ich Öffis meiden?

Noch nicht, aber wenn sich die Lage zuspitzt, folgen auch dazu entsprechende Empfehlungen der Bundesregierung.

Soll ich Aufzüge meiden?

Auch im Aufzug kann man sich jedenfalls anstecken.

Darf ich noch in die Kirche?

Auch im Gotteshaus ist man vor dem Virus nicht sicher. Bei Messen wird vom Friedenszeichen abgeraten. Auch eine Ansteckung über das Weihwasser ist nicht auszuschließen.

Wie reagiere ich, wenn Personen neben mir husten oder niesen?

Abstand halten, am besten einen Meter. Die Rettung muss man aber nicht verständigen.

Was ist beim Handy zu beachten?

Man sollte es wegen Keimen nicht herborgen und keine fremden Geräte angreifen.

Wie kann ich mich am Arbeitsplatz schützen?

Auf Hygienevorschriften besonders gut achten.

Kann ich von der Arbeit fernbleiben?

Nein. Gesund zu Hause zu bleiben ist nicht erlaubt, außer bei nachvollziehbarer Gefahr – wenn etwa ein Kollege nachweislich mit dem Virus infiziert ist oder wenn um den Arbeitsplatz eine Sperrzone errichtet wurde.

Darf mich mein Chef nach Hause schicken?

Ja, das wäre möglich. Es würde eine Dienstfreistellung bedeuten und keinen Krankenstand.

Bekomme ich dann mein Geld?

Ja, im Epidemiegesetz ist eine Entgeltfortzahlung garantiert. Der Bund würde in diesem Fall dem Arbeitgeber die Kosten ersetzen. Als Selbstständiger kann man sich ebenfalls einen entstandenen Schaden ersetzen lassen.

Darf ich eine Dienstreise ablehnen?

Ja, wenn sie ein Gebiet betrifft, in dem eine hohe Ansteckungsgefahr besteht.

Könnten Schulskikurse abgesagt werden?

Es besteht die Möglichkeit, dass Schulen Veranstaltungen absagen.

Könnten Schulen und Kindergärten ganz geschlossen werden?

Ja, auch das ist ein mögliches Szenario.

Kann ich dann bei meinen Kindern zu Hause bleiben?

Wenn eine Betreuung der Kinder nicht anders zu organisieren ist, kann man eine Betreuungsfreistellung bekommen.

Kann ich in den Urlaub fliegen?

Ja, aber aktuelle Reisewarnungen sind zu beachten.

Wird von Zugreisen abgeraten?

Noch nicht, aber man sollte das mögliche Risiko immer selber abschätzen.

Wie kann man das Virus stoppen?

Strikte Maßnahmen sind derzeit die einzige Möglichkeit, eine Ausbreitung zu verlangsamen.

Sollte ich Vorräte anlegen?

Es ist immer sinnvoll, einen Vorrat an Nahrungsmitteln und Wasser zu haben. Diese Empfehlung ist allerdings nicht neu.

Gibt es bedenkliche Lebensmittel?

Nein.

Wird sich das Virus in Österreich ausbreiten?

Vieles deutet darauf hin, dass es zu mehr Ansteckungen in Österreich kommen kann.

Was wären die Folgen?

Es könnte zu Quarantäne-Maßnahmen kommen. Auch Bewachung von Apotheken und von Medikamententransporten wäre denkbar.

Wer entscheidet über die Maßnahmen?

Die Bundesverwaltung und die Bezirksverwaltungsbehörden. De facto entscheidet aber die Regierung, in Absprache mit Experten, was zu tun ist.

Wird COVID-19 eine Pandemie?

Noch nicht, die WHO hält es aber für möglich.

Würden dann 70 Prozent der Weltbevölkerung krank?

Nein, von einer so hohen Anzahl an Erkrankten geht man nicht aus.

Ist man nach einer Erkrankung immun?

Das weiß man nicht sicher.