Fussball

Corona! Galatasaray-Transfer kommt per Krankentransport

Neuer Arbeitgeber in einem anderen Land? Kein Problem. Doch was passiert, wenn der Spieler Corona hat und nicht einreisen darf?
20 Minuten
04.02.2021, 09:06

Am Montag um 18.00 Uhr endete das internationale Transferfenster. Um alle Formalitäten zu klären, fliegen die Spieler meistens zu ihrem neuen Arbeitgeber und absolvieren dort auch noch den nötigen Medizincheck. In Zeiten einer globalen Pandemie ist dies aber nicht ganz einfach. Schon gar nicht, wenn der Spieler selbst an Corona erkrankt ist.

Gedson Fernandes wurde in den vergangenen Monaten nicht glücklich bei den Tottenham Hotspurs. Diese hatten ihn von Benfica Lissabon ausgeliehen, mit einer Kaufoption von über 50 Millionen Euro. Doch beim Londoner Club konnte der Portugiese nicht überzeugen. Lediglich zwei Spiele absolvierte der 22-jährige Mittelfeldspieler für die Spurs. Tottenham wollte auf keinen Fall im Sommer die fälligen 50 Millionen Euro zahlen und schickte den Spieler nach nur einem halben Jahr zurück an Sporting Lissabon.

Bei den Portugiesen fand man keine Verwendung für Fernandes. Noch bevor er wieder Fuß fassen konnte, handelte Sporting Lissabon einen neuen Leihvertrag aus – mit Galatasaray Istanbul. Doch noch bevor der Deal am letzten Transfertag abgeschlossen werden konnte, drängte sich ein neues, viel größeres Problem auf: Fernandes wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Somit konnte der Portugiese nicht mit einem Touristenflugzeug nach Istanbul reisen.

Sein zukünftiger Arbeitgeber Galatasaray Istanbul hatte eine kreative Lösung bereit. Fernandes wurde per Krankentransport in die Türkei eingeflogen. Am Rollfeld wurde der Spieler von einem Komitee von Menschen in Schutzausrüstung begrüßt und direkt in häusliche Quarantäne gebracht. Kosten für den ganzen Aufwand? Laut "11Freunde" satte 25.000 Euro. Ganz schön viel Geld, um einen Corona-Patienten von London nach Istanbul zu fliegen.

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