Corona-Impfung: Das sind die häufigsten Nebenwirkungen

Am 28. Dezember starteten die Corona-Impfungen in Wien und Niederösterreich.
Am 28. Dezember starteten die Corona-Impfungen in Wien und Niederösterreich.Picturedesk
An sich harmlose Nebenwirkungen der Covid-19-Impfung könnten bei gebrechlichen älteren Personen zu ernsten Konsequenzen führen.

Wie das Gesundheitsministerium bekannt gab, haben bisher rund 53.000 Österreicher eine Corona-Impfung erhalten - und diese auch gut vertragen. Aus Norwegen kommen nur besorgniserregende Nachrichten. Dort warnen die Gesundheitsbehörden vor Impf-Risiken für kranke Patienten über 80 Jahren.

Risiken für Über-80-Jährige

Norwegens Gesundheitsagentur berichtet, dass 23 Menschen kurze Zeit nach der ersten Impfdosis des Biontech/Pfizer-Präparats gestorben seien. 13 Leichen wurden autopsiert, wobei die Ergebnisse darauf hindeuten, dass an sich unbedenkliche und normalerweise rasch vorübergehende Nebenwirkungen wie Fieber zu schweren Reaktionen bei sehr gebrechlichen, schwer kranken und dadurch stark geschwächten älteren Menschen führten, heißt es laut "Norwegian Medicines Agency".

"Diese Fälle beunruhigen uns nicht. Es ist ziemlich klar, dass diese Impfstoffe ein sehr geringes Risiko haben, mit einer kleinen Ausnahme für schwache Patienten", sagte Steinar Madsen von der Norwegischen Arzneimittelbehörde dem TV-Sender NRK.

Häufiger Nebenwirkungen als Grippeimpfung

Auch in Deutschland haben bereits 840.000 Menschen die erste Corona-Impfung erhalten. Laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gab es hier 325 gemeldete Verdachtsfälle von Impfkomplikationen, 51 davon waren schwerwiegend. Damit zeigt das Pfizer-BioNTech-Vakzin zwar etwas häufiger Nebenwirkungen als der Grippeimpfstoff, diese seien aber in den meisten Fällen nur kurzfristig und milde bis moderat.

Die häufigsten unerwünschten Reaktionen, die gemeldet wurden, waren:

- Kopfschmerzen (75 mal gemeldet)

- Schmerzen an der Impfstelle (73)

- Ermüdung (68)

- Schmerz in einer Extremität (41)

- Fieber (35)

- Schwindelgefühl (32), Schüttelfrost (28), Muskelschmerz (28), Schwäche/ Kraftlosigkeit (23), Übelkeit (22), grippeähnliche Erkrankung (21), Herzrasen (15), Unwohlsein (12), Ausschlag (12), Durchfall (12), Herzklopfen (11).

Fatale Grunderkrankungen

Bis zum ver­gangenen Sonntag sind dem PEI aber auch 51 schwerwiegende Fälle gemeldet worden, sieben davon hatten - zwischen 79 und 93 Jahren - einen tödlichen Krankheitsverlauf. In 17 Fällen traten auch allergische Symptome auf.

"Die Verstorbenen hatten alle schwere Grunderkrankungen", erklärte Dr. Brigitte Keller-Stanislawski, Abteilungsleiterin Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten am PEI der "Bild". Nach Prüfung der Fälle, gehe das PEI derzeit davon aus, dass die Personen an ihren gravierenden Grunderkrankungen verstorben seien.

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