Erstmals gibt es zu einem für Europa maßgeblichen Corona-Impfstoff Zwischenergebnisse aus der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase. Das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer teilten am Montag mit, ihr Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19.
Schwere Nebenwirkungen seien nicht registriert worden. Biontech und der Pharmariese Pfizer wollten voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Biontech hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer Liefervereinbarungen mit mehreren Ländern und der EU über insgesamt 570 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs für dieses und das nächste Jahr geschlossen. Darüber hinaus gebe es Kaufoptionen für weitere 600 Millionen Dosen, teilte Biontech am Dienstag mit.
Über 43.000 freiwillige Testpersonen wurden mit dem Impfstoff vom US-Pharmakonzern Pfizer und dem deutschen Biotech-Unternehmen Biontech bereits geimpft. In der britischen Zeitung "The Sun" beschreiben einige, wie sie sich nach der Impfung gefühlt haben: "Es war wie ein schwerer Hangover." Andere beschreiben die Nebenwirkungen wie nach einer Grippeimpfung mit Kopfschmerzen und Muskelkater.
"The Sun" hat mehrere Erfahrungsberichte abgedruckt: Der 44-jährige Glenn Deshields aus Texas erzählt, dass sich die Symptome des Katers schnell gebessert hätten. Eine 45-Jährige aus Missouri habe nach der ersten Spritze an Fieber, Kopf- und Körperschmerzen gelitten. Nach der zweiten Dosis seien die Nebenwirkungen noch schlimmer gewesen.