Die veröffentlichten Daten zu den Zwischenergebnissen des Corona-Impfstoffes der Firma Pfizer lässt uns auf eine baldige Normalität hoffen. 90 Prozent verspricht eine sehr hohe Schutzwirkung gegen Covid-19 und man wartet nun sehr gespannt auf die Detailergebnisse dieser Studie. Die Zulassung steht kurz bevor!
Laut Top-Virologin Judith Aberle im Cafe Puls-Talk käme hier ein sogenannter RNA Wirkstoff zum Einsatz. Dieser ist völlig neu und hat mit den bekannten Lebend-, Tot-, oder Proteinimpfstoffen nichts zu tun. Die Sequenz für den RNA-Wirkstoff ist ein Code, aus dem dann unser Körper ein Virusprotein bildet. Sobald dies geschehen ist, entwickeln wir Antikörper sowie Immunzellen - das Virusprotein löst also eine Immunreaktion aus. Sollte dann eine Infektion stattfinden, sind die Antikörper schon bereit und können das Virus sehr schnell bekämpfen.
Der Vorteil des RNA-Impfstoffes ist, dass man ihn sehr schnell in großen Mengen herstellen kann - der Nachteil? Er ist noch unbekanntes Terrain und die Erfahrungswerte und Auswirkungen auf den Menschen fehlen.
"Die Sicherheit hat höchste Prioriät", so Aberle im Frühstücksfernsehen. Die Phase eins und zwei innerhalb solcher Studien - noch vor der Wirksamkeitsstudie - konzentriert sich ausschließlich auf die Sicherheit und den Fokus auf Nebenwirkungen.
Laut Einschätzung der Top-Virologin wird die Zulassung des Impfstoffes im Laufe der nächsten Wochen bei der FDA (U.S. Food and Drug Administration) beantragt. Danach erfolgt die Einreichung bei der EMA (Europäische Arzneimittelbehörde). "Mit ein bisschen Glück könnten erste Impfstoffe bereits Anfang 2021 erhältlich sein", so die Virologin in Cafe Puls.