Die Corona-Pandemie stellt auch die Wiener Polizei vor große Herausforderungen und bestimmt das tägliche Einsatzgeschehen. Die Polizisten der Bereitschaftseinheit haben hierbei eine besondere Rolle eingenommen und stellen zur Unterstützung der Kollegen in den Bezirken als auch anderen Einheiten die Corona-Kompetenzteams.
Diese speziell geschulten und mit erweiterter Schutzausrüstung ausgestatteten Teams kommen dann zum Einsatz, wenn es zu Amtshandlungen mit Personen kommt, die im Verdacht stehen mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein, oder bereits positiv getestet wurden. Ein Team besteht aus fünf Personen.
Egal ob bei Festnahmen, ersten allgemeinen Hilfeleistungen oder sonstigen Einsätzen leisten die Polizisten der Kompetenzteams unermüdlich ihr Bestes und tragen so ihren engagierten Beitrag zur Bewältigung dieser außergewöhnlichen Herausforderung bei.
So auch am 10. Dezember als das Kompetenzteam von Polizisten des Stadtpolizeikommandos Döbling zur Unterstützung angefordert wurde. Eine Bewohnerin einer betreuten Wohnungseinrichtung in Wien wurde positiv auf das Coronavirus getestet und weigerte sich, sich zur Quarantäne in ein Krankenhaus zu begeben.
Die 48-Jährige verhielt sich gegenüber den Polizisten aggressiv und attackierte diese mit Schlägen. Sie spuckte die Beamten an, zerriss Teile der Schutzanzüge der Beamten bzw. riss einer Polizistin den Mund-Nasen-Schutz vom Gesicht. Die Frau wurde überwältigt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei der Amtshandlung wurde eine Beamtin verletzt, sie und zwei weitere Polizisten mussten danach wegen Verdacht der Ansteckung durch die infizierte Frau in Quarantäne.
Die Bereitschaftseinheit besteht zurzeit aus über 200 Beamten, die neben der Sonderverwendung als Kompetenzteams, auch für Such-, Hilfs- und Rettungsaktionen, Sonder- und Schwerpunktaktionen sowie bezirksübergreifende Überwachungs- und Streifendienste eingesetzt werden. Bisher gab es 839 Einsätze für die "Corona-Kompetenzteams".