FPÖ Wien fordert jetzt Gassenverkauf für Handel

Auch andere Handeltreibende - wie etwa Buchhändler oder Floristen - sollten in der Corona-Krise ihre Waren verkaufen dürfen, fordert Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.
Auch andere Handeltreibende - wie etwa Buchhändler oder Floristen - sollten in der Corona-Krise ihre Waren verkaufen dürfen, fordert Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.Bild: picturedesk.com/APA

Geht es nach der Wiener FPÖ, sollten auch Buchgeschäfte oder Floristen Handel betreiben dürfen - unter den gleichen Vorschriften wie die Supermärkte.

Seit gestern ist es erlaubt, sich bestelltes Essen direkt vom Restaurant abzuholen - "Heute" hat berichtet.

Der Wiener FPÖ-Chef, Vizebürgermeister Dominik Nepp, fordert nun, dass eine solche Form des Gassenverkaufs für den gesamten Handel ermöglicht wird. "Wo ist der Unterschied, ob ich mir einen Strauß Blumen vom Floristen, ein Buch aus dem Fachhandel oder ein Schnitzel vom Wirten abhole? Für alle sollten die gleichen Vorschriften gelten", betont Nepp am Samstag.

Natürlich müssten dabei die selben strengen Sicherheitsvorschriften herrschen, wie derzeit bei der Essens-Abholung. "Sicherheitsabstand und Kontaktlosigkeit müssen natürlich im gesamten Handel sichergestellt sein", stellt Nepp klar.

Geschlossener Handel führt zu mehr Arbeitslosigkeit

Die Husch-Pfusch-Maßnahmen der Bundesregierung hätten dazu geführt, dass zigtausende Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. "Unter diesen Umständen kann sich kein Unternehmer leisten, noch länger geschlossen zu halten. Die Gesetzeslage wird dazu führen, dass noch viel mehr Menschen in Arbeitslosigkeit geraten", warnt Nepp vor weiteren negativen Entwicklungen.

"Handel unter selben Voraussetzungen wie Supermärkte öffnen"

"Die Bundesregierung ist der Meinung , dass Masken gegen eine Ansteckung helfen und hat daher eine Maskenpflicht in Supermärkten eingeführt. Was spricht also dagegen, den gesamten Handel unter den gleichen Voraussetzungen zu öffnen, wenn man schon nicht bereit ist, den Umsatzrückgang zu ersetzen", so Nepp.

Natürlich brauche es eine gewisse Vorlaufzeit, damit der Handel sich auf eine solche Öffnung vorbereiten kann. "Die Ausrüstung mit Schutzausrüstung und eine umfassende Information muss vor Öffnung durch die Bundesregierung sichergestellt werden. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung, aber auch die Wiener Landesregierung endlich mit den Vorbereitungen beginnt. Wenn das wieder verschlafen wird, wird die Situation in unserer Stadt und in unserem Land immer prekärer werden", warnt Nepp.

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