Stadt steigt bei Firmen ein, um Jobs zu sichern

Um die Existenz von Wiener Unternehmen und damit unzählige Jobs zu retten, beteiligt sich die Stadt nun mit maximal 20 Prozent an ausgewählten Betrieben. Das gaben nun Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (li.) und Stadtchef Michael Ludwig (beide SPÖ - hier auf einem Foto aus der Zeit vor Corona) bekannt.
Um die Existenz von Wiener Unternehmen und damit unzählige Jobs zu retten, beteiligt sich die Stadt nun mit maximal 20 Prozent an ausgewählten Betrieben. Das gaben nun Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (li.) und Stadtchef Michael Ludwig (beide SPÖ - hier auf einem Foto aus der Zeit vor Corona) bekannt.Bild: PID

Um die Existenz von Betrieben und Jobs zu sichern, beteiligt sich die Stadt mit maximal 20% und für längstens sieben Jahre. Dafür stehen in einem ersten Schritt 50 Mio. Euro bereit.

Je länger der "Shut Down" wegen der Corona-Krise anhält, desto schwieriger wird es für viele Unternehmen in Wien. Im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wiener Wirtschaft geht die Stadt Wien daher nun neue Wege. In der Wien Holding wurde mit "StolzaufWien BeteiligungsGmbH" eine eigene Gesellschaft gegründet, deren Ziel es ist, sich temporär an Unternehmen am Standort Wien zu beteiligen, und so deren Überleben während der Corona-Krise abzusichern.

Stadt steigt mit maximal 20 Prozent-Anteil ein

Das Kapitalvolumen der Beteiligungsgesellschaft soll vorerst rund 50 Millionen Euro betragen, wobei 20 Millionen Euro von der Stadt Wien kommen. Ebenfalls als Kapitalgeber einsteigen wollen die Wirtschaftskammer Wien sowie private Partner, die weitere 30 Millionen Euro aufbringen werden.

Die Beteiligung durch die "StolzaufWien BeteiligungsGmbH" ist auf maximal eine Million Euro bzw. maximal 20 Prozent Gesellschafteranteile pro Unternehmen begrenzt und befristet. Nach spätestens sieben Jahren werden diese Beteiligungen wieder verkauft. Zu Beginn der Beteiligung wird auch das klare Ausstiegsszenario für beide Seite festgelegt.

Weitere Details und und das genaue Procedere wird laut der Stadt in den nächsten Tagen von städtischen und externen Expertinnen und Experten erarbeitet. Tatsächlich zu laufen beginnen soll der Einstieg der Stadt ab Mai.

"Ziel ist, Firmen zu stabilisieren und Jobs zu sichern"

"Wir stellen damit Wiener Unternehmen, die Hilfe benötigen, Eigenkapital zu Verfügung. Ziel dabei ist es, diese Firmen zu stabilisieren und damit Jobs abzusichern", erklären Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke (beide SPÖ) die Maßnahme.

Die Beteiligungen erfolgen zu marktüblichen Investitionsbedingungen und unter Einhaltung sämtlicher rechtlicher Rahmenbedingungen, vor allem auch in Sachen Beihilfenrecht, wird betont.

Firmen müssen "starker Teil der Wiener Identität" sein

Zielgruppe sind Wiener Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise einen kurzfristigen Finanzmittelbedarf haben, langfristig jedoch auf eine positive Zukunftsprognose bauen können. Unternehmen, die für eine Beteiligung in Frage kommen, müssen auch ein "starker Teil der Wiener Identität" sein, eine entsprechende Relevanz über Wien hinaus vorweisen können, eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung für vor- bzw. nachgelagerte Sektoren, Branchen und Unternehmen haben sowie eine relevante Anzahl an Arbeitsplätzen sichern.

Die Entscheidung darüber, an welchen Unternehmen eine Beteiligung erfolgen soll, wird von einem hochkarätigen - noch zu definierenden - Expertenausschuss genehmigt.

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