So viel kosten Corona-Maßnahmen unsere Wirtschaft

Viele Geschäfte sind zu, Produktionsbetriebe stillgelegt – die Corona-Krise trifft die österreichische Wirtschaft mit voller Breitseite. Wie heftig, haben jetzt zwei Forscher errechnet.
2,59 Milliarden Euro – So hoch soll der Schaden für die heimische Wirtschaft durch die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sein. Pro Woche! Das haben die Tiroler Ökonomen Friedrich Schneider und Stefan Haigner von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) mit Sitz in Innsbruck errechnet.

Den Großteil der Verluste macht der tertiäre Sektor, also Handel, Beherbergung und Gastronomie. Hier beträgt der Ausfall pro Woche 1,92 Milliarden Euro. Den sekundären Sektor, wozu der Bausektor oder auch die Herstellung von Waren zählen, trifft es laut GAW-Berechnungen mit wöchentlich 672 Millionen Euro.

Die Forscher selbst bezeichnen ihre Ergebnisse als konservativ. "Es zählt daher sprichwörtlich jeder Tag, den die österreichische Wirtschaft wieder in den Normalzustand zurückkommt. Denn jeder Tag später kostet Österreich einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag", rechnet Haigner gegenüber der Nachrichtenagentur APA vor.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nach diesem mutigen Setzen der Maßnahmen müsse nun auch der Mut gefunden werden, diese wieder zeitgerecht zurückzufahren. Ein erster Schritt, um die stillstehende Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, wäre, eine klare Zeitschiene zu kommunizieren und so wieder für Planungssicherheit zu sorgen. "Die Wirtschaft braucht eine gewisse Vorlaufzeit, um die Produktion wieder hochfahren zu können", erklärt Schneider abschließend.

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