Er hat Corona nicht ernst genommen, gibt Markus Peichl in der ARD-Talkshow „Maischberger – die Woche“ unumwunden zu. Bis der 62-jährige Sohn von Architekten-Legende Gustav Peichl selbst an Covid-19 erkrankte und nur knapp überlebte.
„Ich dachte nicht, dass das gefährlich ist und habe viele der Maßnahmen für übertrieben gehalten“, so der Galerist und Medien-Experte im TV.
„An Krankheit und an die Liebe glaubt man erst, wenn es einen erwischt“. Und Peichl erwischte es bereits im März heftig: Erst litt er an leichtem Husten, dann bekam er 40 Grad Fieber, zwei Wochen lang. „Ich war zu Hause und es ging mir von Tag zu Tag schlechter. Ich konnte kaum mehr aufstehen und mich nicht mehr duschen.“
Dann sank seine Temperatur plötzlich, Peichl glaubte, das Schlimmste sei vorbei. Doch „eine Stunde später habe ich keine Luft mehr bekommen.“ Peichls Mann war da und rief die Rettung. „Ein Freund von mir war mit ähnlichem Krankheitsverlauf alleine daheim. Er überlebte es nicht“, bemüht sich der Galerist um Fassung. Peichl kam auf die Intensivstation in Berlin, wo der Niederösterreicher lebt.
Man behandelte ihn mit hochdosiertem Sauerstoff, doch der wirkte nicht. „Die Ärzte wollten mich schon intubieren und ins künstliche Koma versetzen.“ Im letzten Moment entschied man, Peichl mehr Sauerstoff zu geben – „wie ein Tornado“. Er überlebte, aber „ich bin noch nicht ganz gesund: Ich habe 40 Prozent meines Lungenvolumens verloren und Spätfolgen wirken sich auf mein Hirn aus“.