Was die Kälte mit dem Virus macht

Am Wochenende gibt es in Österreich einen Temperatursturz. Nach ein paar frühlingshaften Tagen wird es noch einmal kalt. Was das für das Coronavirus bedeutet.
Das Wetter in Österreich wird noch einmal winterlich: Eine Kaltfront sorgt für den Wettersturz und hat Schnee im Gepäck.

Derzeit werden aufgrund der Corona-Krise intensive Forschungen betrieben. Die Hoffnung besteht, dass das Virus durch warme Temperaturen an Aktivität verliert. Es gibt nämlich einige Ähnlichkeiten zu den saisonalen Influenzaviren. Die Witterung spielt laut Forschern für die Infektionsgefahr eine Rolle. Bei kühlen oder kalten Temperaturen sowie trockener Luft ist die Ansteckungsgefahr höher.

Ein Grund dafür ist etwa, dass die Schleimhäute im Winter anfälliger für Viren sind. Wird schnell viel kalte Luft eingeatmet, versucht der Körper, die Wärme im Inneren zu konzentrieren, weshalb Extremitäten und auch die Schleimhäute der Atemwege schlechter durchblutet werden. Das bedeutet, dass die Abwehrzellen nicht so schnell dorthin gelangen, wo ein fremdes Virus eindringt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Manche Viren überleben bei Kälte länger. Deshalb hat auch die Grippe im Winter Hochsaison. Die Prognosen über den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie fallen jedoch unterschiedlich aus. Dass wärmere Temperaturen das Virus ausbremsen könnten, wurde aktuell durch eine US-amerikanische Studie widerlegt.

Auch eine Studie aus China habe gezeigt, dass jahreszeitliche Klimaschwankungen die Übertragung des neuartigen Virus nicht wesentlich verlangsamen werden.

Coronavirus-Höhepunkt erst im Sommer?



Während die Grippeviren es bei wärmeren Temperaturen schwer haben, zeigen sich Coronaviren davon nach aktuellem Wissensstand unbeeindruckt: "Wir müssen wohl damit rechnen, dass wir trotz steigender Temperaturen direkt in eine Epidemiewelle hineinlaufen werden. Der saisonale Effekt war nicht so groß wie bei an­de­ren Erkältungsviren", erklärte der deutsche Virologe Christian Drosten.

Er geht von einer durchlaufenden Infektionswelle aus, die im Sommer ihr Maximum erreichen wird.







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