Corona-Patient stach im Spital auf seine Pflegerin ein

Der Angeklagte wurde dem Richter vorgeführt.
Der Angeklagte wurde dem Richter vorgeführt.Sabine Hertel
Einen Kampf auf Leben und Tod lieferten sich eine Pflegerin und ihr Kollege mit einem Patienten. Er wollte die Frau töten, stand dafür vor Gericht.

Der Angriff am 2. März kam ohne jede Vorwarnung: Der 26-jährige Miodrag M. war wegen Corona-Verdachts stationär im Willherminenspital aufgenommen worden. Der Wiener verhielt sich seltsam, lag lethargisch im Bett und reagierte kaum. Doch plötzlich sprach er eine Krankenpflegerin an, die mit ihrem Kollegen im Zimmer war: "Ich muss dir ein Geheimnis verraten!" Der Kollege verließ das Zimmer, da er keine Gefahr witterte. Doch Miodrag M. leidet – was niemand ahnte – unter einer schweren seelischen Erkrankung.

Würge-Opfer hatte Todesangst

Kaum war er mit der Frau alleine, packte er laut Staatsanwalt die Schwächere und begann sie heftig zu würgen. In Todesangst gurgelte das Opfer laut – daraufin warf er es auf das Bett und würgte weiter. Durch das Geräusch alarmiert war ihr Kollege ins Zimmer gestürmt und begann seinerseits, den Angreifer von hinten zu würgen. Doch der ließ nicht von seinem Opfer ab, ganz im Gegenteil.

Mann stach mit Messer ins Gesicht

Mit einer Hand schnappte sich der Tobende ein Buttermesser und stach der Pflegerin mehrmals ins Gesicht, bevor er überwältigt wurde. Die Frau erlitt schwere Verletzungen. Da bei Miodrag M. (Anwalt Mirsad Musliu, Kanzlei Rast-Musliu) eine schwere Schizophrenie und somit Unzurechnungsfähigkeit festgestellt wurde, war eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wahrscheinlich. Der Spruch der Geschworenen stand aus. Ein Gutachter sprach von akuter "Rückfallgefahr".

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