Corona-Punschgelage von Nobellokal am Graben

Der Graben in der Wiener City ist weihnachtlich geschmückt, aber verlassen.
Der Graben in der Wiener City ist weihnachtlich geschmückt, aber verlassen.Andreas Lepsi / Picturedesk.com
Die Ausgangsregelungen sehen Punschen nicht als Ausnahme für die Ausgangssperre vor. Am Freitag hätte man in Wien aber diesen Eindruck haben können.

Nach wie vor ist nicht klar, wann die Weihnachtsmärkte in Österreich öffnen und das Punschen (mit Abstand) losgehen kann. Am Freitag kam es allerdings zu einem großen Polizei-Einsatz an der nobelsten Adresse in der Wiener City. Der Anlass: ein Punschstand.

Ein Nobellokal am Graben hatte wie in jedem Jahr einen Stand eröffnet, heuer vielleicht nicht die beste Idee. Am Freitag rückte gegen 17.55 Uhr also die Polizei an. "An der Einsatzörtlichkeit befanden sich rund 30 Personen, teilweise in Gruppen vor dem Geschäft, teilweise im Inneren", heißt es seitens aus Polizeikreisen. "Der Mindestabstand wurde mehrfach nicht eingehalten."

Anwesende verschwanden

Beim Anblick der Polizisten fielen den Anwesenden offenbar der Babyelefant und die Ausgangsregelung (Punschen ist keine Ausnahme) wieder ein, sie teilten sich auf und verließen die Örtlichkeit. Die Polizei erstattete diesbezüglich keine Anzeigen. Der Betreiber des Punschstandes wurde bei der zuständigen Gesundheitsbehörde zur Anzeige gebracht. Ob durch diesen Verkauf ein strafbares Verhalten vorliegt, muss nun geprüft werden.

Am Freitag setzte es in Österreich laut Auskunft des Innenministeriums insgesamt 183 Corona-Anzeigen. In Wien sind mit Abstand die meisten "Sünder" unterwegs (97 Anzeigen), danach folgen Oberösterreich (29), die Steiermark (22) und Tirol (13). Das Burgenland, Niederösterreich (jeweils 8) sowie Vorarlberg, Salzburg und Kärnten (jeweils 2) befinden sich im einstelligen Bereich. Seit dem Beginn des zweiten Lockdowns gab es in Österreich 796 Anzeigen.

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