Corona-Schnelltest gibt in 30 Minuten Gewissheit

Für den Corona-Schnelltest wird ein Wattestäbchen-Abstrich aus dem Rachenraum benötigt.
Für den Corona-Schnelltest wird ein Wattestäbchen-Abstrich aus dem Rachenraum benötigt.Bild: picturedesk.com/APA
Ein Salzburger Biotech-Unternehmen hat den weltweit sichersten und schnellsten Coronavirus-Test auf den Markt gebracht. Bestellungen kommen aus der ganzen Welt.
Das Salzburger Biotech-Unternehmen Procomcure hat soeben den Diagnostiktest PhoenixDx COVID-19 auf den Markt gebracht. Dieser gibt innerhalb einer halben Stunde Gewissheit darüber, ob jemand mit dem Coronavirus infiziert ist (oder nicht).

Private Corona-Tests möglich



Weltweit gibt es derzeit kein Verfahren, das schneller und verlässlicher Ergebnisse liefert. Notwendig dafür ist einzig ein Abstrich aus dem Rachenraum. Dieser kann in jedem privaten Diagnostiklabor, das dieses Verfahren anbietet, entnommen und getestet werden - der Weg, wie bisher, in eine spezialisierte Referenzklinik ist nicht mehr notwendig.

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Heißt also, ab sofort kann sich jeder auf eigene Kosten auf COVID-19 testen lassen. Die Preise dürften die Labors selbst festlegen und einige hundert Euro betragen. Einzig die Tests von "klinischen Verdachtsfällen" – also Personen, die einen direkten oder indirekten Kontakt zu Krisenregionen oder Personen hatten oder entsprechende Symptome zeigen - werden weiterhin vom Staat getragen.

Weltweite Nachfrage enorm



Der Unterschied zu anderen im Einsatz befindlichen Tests: Es wird nicht nur überprüft, ob es sich überhaupt um ein Coronavirus handelt und ob es sich dabei um den aktuell grassierenden Erreger aus der chinesischen Provinz Wuhan handelt, sondern der Schnelltest kann auch ein mögliches anderes Coronavirus, wie beispielsweise das Sars-Virus, ausschließen - und das auch schon während der Inkubationszeit.

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"Wir wollen zu einer flächendeckenden Versorgung in Österreich wesentlich beitragen", sagt Prof. Kamil Önder, CEO von Procomcure im Interview mit der "Presse". Auch die weltweite Nachfrage ist enorm, etwa aus China, dem Iran, Irak, Japan, Indien, orientalischen und afrikanischen Ländern. Die Produktion in der Firmenzentrale im Thalgau (Flachgau) läuft daher im Moment auch auf Hochtouren, damit so viele Länder wie möglich so schnell wie möglich versorgt werden können.

Wie das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage bekannt gibt, sind in Österreich mit Stand Samstag, 8:00 Uhr, 74 Fälle von an Corona erkrankten Personen dokumentiert.

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