Niederösterreich

Corona-Schwurbler ist Hausmeister im Altenheim

Dass ein Handwerker in einer Anlage für Senioren wirre Vorwürfe postet, sorgt bei den Angehörigen für Aufregung.

Clemens Pilz
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Ein Hausmeister sorgt für Besorgnis im Altenheim. (Symbolfoto)
Ein Hausmeister sorgt für Besorgnis im Altenheim. (Symbolfoto)
Getty Images

Die Corona-Pandemie bringt in den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. die kuriosesten Verschwörungstheorien hervor. Ihnen hängt offenbar auch ein Hausmeister in St. Valentin (NÖ, Bezirk Amstetten) an. Der Mann glaubt, so steht es zumindest auf seinem Facebook-Profil, dass die Pandemie nur vorgetäuscht sei und die Menschen nicht geimpft würden, sondern ihnen Mikrochips implantiert würden.

Bösewichte würden damit, so die Theorie, ihre Gegner brandmarken, wie es Hitler bei den Juden tat. Von Nutzern auf seine wirren Ideen angesprochen, reagierte der Mann gereizt: Von "Gutmenschen" lasse er sich nicht den Mund verbieten.

Mittlerweile schreibt sich der Hausmeister beinahe täglich den Grant im Netz von der Seele. Das sieht nicht jeder gerne. Weil der Verschwörungstheoretiker in einer Wohnanlage für Senioren arbeitet, an der die Stadtgemeinde beteiligt ist, machen sich die Angehörigen der Bewohner nun Sorgen: Könnte der Mann auch neben den Pensionisten über die Corona-Maßnahmen schimpfen und die Impfung verteufeln?

Glühbirnen und Schnee

Am Stadtamt beruhigte man. Der Hausmeister wechsle lediglich Glühbirnen und schaufle Schnee, hieß es gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten". Mit den alten Leute – sie leben selbstständig und werden allenfalls mit Essen auf Rädern und mobilen Hilfsdiensten versorgt – habe er nur wenig zu tun.