Wegen Corona: AUA streicht Italien-Flüge

Die AUA-Flüge nach Mailand sind wegen des Virus in Norditalien kaum gebucht. Demnächst werden einige der fünf Tagesflüge gestrichen.
Die AUA-Flüge nach Mailand sind wegen des Virus in Norditalien kaum gebucht. Demnächst werden einige der fünf Tagesflüge gestrichen.Bild: Reuters

Wegen geringer Nachfrage erwägt die AUA die Streichung vieler Italien-Flüge. Bis zu 40 Prozent der Kapazitäten des Angebots werden gestrichen. Flüge nach Peking und Shanghai sind bis 24. April ausgesetzt.

Am Freitag hat die Lufthansa-Group bekannt gegeben, wegen der sinkenden Nachfrage auf bestimmten Kursen Flüge in Europa einzustellen. Nun zieht auch die Tochtergesellschaft Austrian nach: Es würden Maßnahmen geprüft, um auch bei den rotweißroten Fliegern bis zu einem Viertel der Kapazitäten zu kürzen.

Wie aus Konzernkreisen zu erfahren war, ist die "Ausdünnung" aller Verbindungen nach Italien bereits fix eingeplant. Noch in der ersten Märzwoche sollen die Kurse nach Venedig, Bologna, Rom und Neapel stark reduziert werden.

Insgesamt werden im März und April 40 Prozent des Angebots nach Italien gestrichen. Die Destination Mailand ist wegen der dort gehäuften Fällen von Corona-Infektionen extrem schwach gebucht, von den bis zu fünf Flügen täglich wurden drei gecancelt.

China und Iran-Flüge bleiben ausgesetzt

Aufrecht bleibt weiterhin der Stop aller China-Flüge bis inklusive 24. April, nach Teheran wird wegen der Epidemie im Iran vorerst bis zum 30. April nicht geflogen. Bei der Lufthansa bleiben derzeit 23 Maschinen am Boden, bei der Austrian will man trotz der Reduzierung die Maschinen in der Luft halten.

"Die rasche Ausbreitung des COVID-19 Virus in Europa und die damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Effekte, treffen die Reisebranche und uns Airlines besonders hart. Weltweit stornieren Unternehmen ihre Reisen, belegen ihre Mitarbeiter mit Reiseverboten oder verordnen Kurzarbeit. Wir müssen auf den Nachfragerückgang mit Streckenausdünnungen reagieren und können zu diesem Zeitpunkt weitere Maßnahmen nicht ausschließen", erklärt der CCO der Austrian Airlines, Andreas Otto.

So wie bei der Lufthansa soll den betroffenen Mitarbeitern vorübergehend Teilzeitarbeit oder auch Bildungskarenz angeboten werden. Die Konsumation von unbezahltem Urlaub soll, soweit es geht, vermieden werden, heißt es aus der Konzernzentrale.

Passagiere, deren Flug gestrichen wurde, können selbstverständlich kostenfrei umbuchen oder erhalten auf Wunsch eine Erstattung.

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