Eine groß angelegte Studie aus Baden-Württemberg (D) fand heraus, dass Kinder sich seltener mit dem Coronavirus anstecken als Erwachsene. Forscher der Unikliniken Heidelberg, Ulm, Freiburg und Tübingen haben 5.000 symptomfreie Personen auf das Virus, aber auch auf Antikörper getestet. Darunter befanden sich auch 2.500 Kinder unter 10 Jahren und je ein Elternteil.
Kinder haben sich demnach seltener angesteckt als ihre Eltern und seien auch nicht als Treiber der Corona-Pandemie anzusehen, so Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik Ulm. Offenbar haben die Kleinen ein stärker aktivierendes Immunsystem und könnten so besser gegen das Virus ankämpfen – es wird schon im Rachenraum abgewehrt.
Die Studie hat jetzt auch politische Folgen: Die baden-württembergische Landesregierung gab bekannt, dass ab dem 29. Juni alle Kinder in Kindergärten und Schulen zurückkehren können. Das heißt, es gibt regulären Unterricht im gesamten Juli.
Die Bilder des Tages