Soldat (20) flüchtete wegen Corona aus Kaserne in NÖ

Der angeklagte Soldat mit seiner Mutter bei Gericht in Wr. Neustadt.
Der angeklagte Soldat mit seiner Mutter bei Gericht in Wr. Neustadt.Trimmel
Weil er wegen Corona und Streitigkeiten die Nase vom Heeresdienst voll hatte, flüchtete ein Rekrut (20) aus der Kaserne, musste vor Gericht. 

In Begleitung seiner Mutter begab sich ein 20-Jähriger aus NÖ am Mittwoch in Wiener Neustadt vor Gericht. Der Vorwurf gegen ihn: Verbrechen der Desertation.

Zwei Mal aus Kaserne weg

Die Lehre als Großhandelskaufmann hatte ein 20-Jähriger nicht abgeschlossen und leistete dann seinen Grundwehrdienst in NÖ ab. Doch am 19. August verließ der junge Soldat unbegründet die Kaserne im südlichen Niederösterreich, um am 29. September wieder einzurücken, um die restlichen 40 Tage abzudienen. Doch nur einen Tag später, am 30. September, poschte der 20-Jährige erneut ab.

Laut Heer war der türkischstämmige Mann mit Disziplinarstrafen, Unordnung und Bartwuchs ungut aufgefallen. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht geständig: "Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Die Coronapandemie und ein Problem mit dem Kommandanten waren zu viel."

6 Monate bedingte Haft

Der grundsätzlich aus offenbar geordneten Verhältnissen stammende Angeklagte wurde zu 6 Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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