Lebensretter-App für Ersthelfer wird ausgesetzt

Die Gefahr für Ersthelfer, sich mit dem Coronavirus anzustecken, ist groß.
Die Gefahr für Ersthelfer, sich mit dem Coronavirus anzustecken, ist groß.Bild: puls.at
Damit Ersthelfer bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand vor der Gefahr einer Coronavirus-Infektion geschützt sind, wird die App vorerst gestoppt.

Seit mehr als vier Jahren gibt es die Lebensretter-App, die automatisch Ersthelfer in der Umgebung alarmiert, wenn der Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand vorliegt. Nun setzt die Berufsrettung Wien wegen des Coronavirus die Weitergabe von Daten bis auf Weiteres aus.

Begründet wird die Maßnahme mit dem "Schutz der Lebensretter", um für sie "das Risiko einer Ansteckung zu minimieren". "Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihr Engagement und informieren selbstverständlich zeitnah über die Reaktivierung", heißt es weiter auf der Facebook-Seite der App.

2019 gab es 771 Einsätze über die Lebensretter-App in Wien

In Österreich gab es im Vorjahr durch die Lebensretter-App 1.057 Einsätze, davon waren 771 in Wien. Waren es zum Projektstart im Oktober 2015 insgesamt 600 registrierte Lebensretter, sind mittlerweile 7.343 User freigegeben. Die App informiert über einen Notfall in der Nähe und führt die Personen direkt zum Betroffenen. Damit könne wichtige Zeit gewonnen werden, die dem Patienten unter Umständen das Leben rettet, betont die Wiener Berufsrettung.

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