Es sind erschreckende Zahlen, die die Bildungsdirektion am Mittwochvormittag bekanntgab. Am Montag wurden an den heimische Schule wieder PCR-Gurgeltests gemacht. Nun ist das Ergebnis da – und es gibt zu denken.
Bei 1.210 Schülerinnen und Schüler war der Corona-Test nämlich positiv. Alleine in der Stadt Linz waren es laut Bürgermeister Klaus Luger 240 Schülerinnen und Schüler. Zum Vergleich: In der Vorwoche waren es oberösterreichweit "nur" 672. Damit sind es in der dieser Wochen fast doppelt so viele Neuinfizierte.
Die Kinder und Jugendlichen müssen nun in Quarantäne. Damit sind sie allerdings nicht allein, denn auch ihre Klassenkameradinnen und -kameraden müssen nun daheim bleiben. Denn während bisher nur die direkten Sitznachbarn in Quarantäne (solange, bis sie ein negatives Testergebnis haben) mussten, ist es nun die ganze Klasse. Nur wer genesen oder geimpft ist, darf weiter in die Schule gehen (wir berichteten).
Der Grund ist eine völlige Überlastung des Kontaktmanagements (Contact Tracing) der Behörden, wie auch Johannes Beer, Bezirkshauptmann von Vöcklabruck, bestätigt.
"Die Ressourcen, die wir seit Sommer aufgebaut haben, reichen nicht. Bei allein 500 Neuerkrankten pro Tag kann man sich ausrechnen, was das bei 2.000 Kontaktlisten, die noch abzuarbeiten sind, bedeutet. Wir mussten letzte Woche den Normalbetrieb einstellen und den gesamten Betrieb mit 200 Mitarbeitern auf einen reinen Stabsbetrieb umbauen", so Beer.