Coronafrust: Mann kippt Whiskey am Grab, baut Alkocrash

Der Prozess fand in Krems statt.
Der Prozess fand in Krems statt.(Bild: heute.at)
Ein Banker aus Wien war über Ostern wegen Corona aus der Stadt geflohen, kippte am Grab seiner Großeltern in NÖ eine Flasche Whiskey und fuhr heim.

Mit 1,64 Promille Alkohol im Blut hatte sich ein Banker aus Wien zu Ostern im Waldviertel hinters Steuer gesetzt, auf der LB30 Richtung Raabs (Bezirk Waidhofen/Thaya) geriet der 58-Jährige auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Wagen einer entgegenkommenden Lenkerin.

Wirbelbruch, Lungenprellung

Das Unfallopfer, eine Lenkerin aus dem Waldviertel, erlitt schwere Verletzungen: einen Bruch des linken Sprunggelenks und des Mittelfußknochens, Rippenbrüche und einen Bruch des zweiten Lendenwirbels sowie eine Lungenprellung. Der Unglückslenker erlitt eine Rippenprellung und eine Gehirnerschütterung.

Whiskey am Friedhof gekippt

Beim Prozess in Krems gestand der bis dato unbescholtene Wiener: "Es war das Osterwochenende. Der Lockdown setzte mir zu, ich wollte einfach nur raus aus der Stadt. Also fuhr ich zum Grab meiner Großeltern ins Waldviertel." Am Weg dorthin habe er einen Halt an einer Tankstelle in Horn gemacht: "Dort aß ich etwas, trank ein Bier und kaufte mir eine Flasche Whiskey für daheim in Wien." Warum er dann den hochprozentigen Sprit am Friedhof gekippt hatte, konnte er vor Gericht nicht erklären.

Bedingte Haft und Geldstrafe

"Nach 30 unfallfreien Jahren war dies ein einmaliger Ausrutscher", sagte der Angeklagte sichtlich zerknirscht. Der geständige und reuige Banker erhielt fünf Monate bedingt und eine unbedingte Geldstrafe von 7.200 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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