Mit 1,64 Promille Alkohol im Blut hatte sich ein Banker aus Wien zu Ostern im Waldviertel hinters Steuer gesetzt, auf der LB30 Richtung Raabs (Bezirk Waidhofen/Thaya) geriet der 58-Jährige auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Wagen einer entgegenkommenden Lenkerin.
Das Unfallopfer, eine Lenkerin aus dem Waldviertel, erlitt schwere Verletzungen: einen Bruch des linken Sprunggelenks und des Mittelfußknochens, Rippenbrüche und einen Bruch des zweiten Lendenwirbels sowie eine Lungenprellung. Der Unglückslenker erlitt eine Rippenprellung und eine Gehirnerschütterung.
Beim Prozess in Krems gestand der bis dato unbescholtene Wiener: "Es war das Osterwochenende. Der Lockdown setzte mir zu, ich wollte einfach nur raus aus der Stadt. Also fuhr ich zum Grab meiner Großeltern ins Waldviertel." Am Weg dorthin habe er einen Halt an einer Tankstelle in Horn gemacht: "Dort aß ich etwas, trank ein Bier und kaufte mir eine Flasche Whiskey für daheim in Wien." Warum er dann den hochprozentigen Sprit am Friedhof gekippt hatte, konnte er vor Gericht nicht erklären.
"Nach 30 unfallfreien Jahren war dies ein einmaliger Ausrutscher", sagte der Angeklagte sichtlich zerknirscht. Der geständige und reuige Banker erhielt fünf Monate bedingt und eine unbedingte Geldstrafe von 7.200 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.