Coronakranker Kickl will "Regierung das Handwerk legen"

FPÖ-Chef Herbert Kickl ist in Quarantäne, trommelt aber trotzdem fleißig zum Corona-Protest.
FPÖ-Chef Herbert Kickl ist in Quarantäne, trommelt aber trotzdem fleißig zum Corona-Protest.ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
Vor wenigen Tagen gab FPÖ-Chef Herbert Kickl seine Corona-Infektion bekannt und ist seitdem in Quarantäne. Trotzdem ruft er zur Corona-Demo in Wien.

"Liebe Freunde, das Wichtigste ist jetzt, Ruhe zu bewahren, die Zuversicht zu erhalten und positiv zueinander zu stehen. Nur miteinander – vernetzt in einem friedlichen Widerstand – wird es uns gelingen, der Regierung das Handwerk zu legen. Zeigen wir den Regierenden, dass Wahrheit, Menschlichkeit und der Freiheitswille stärker sind, als jede Form des Drucks", meldet sich der Corona-infizierte FPÖ-Chef Herbert Kickl bei seinen Fans auf Facebook zu Wort.

Und er trommelt zur Teilnahme an der Corona-Demonstration in Wien am Samstag: "Bitte kommt daher bitte morgen, am 20. November, zum großen Protesttag für Freiheit und Menschenwürde nach Wien! Bald werde ich auch wieder persönlich an Eurer Seite stehen und ich freue mich schon heute auf diesen Tag! Es geht jetzt um die Rettung Österreichs und da müssen wir alle zusammenhalten. Alles Liebe, Euer Herbert."

Radikaler Corona-Kurs

"Es hat jetzt also auch mich getroffen, wie so viele vor mir schon", so gab Kickl seine Corona-Infektion bekannt. Doch all das – Ansteckung, Infektion seiner Familienmitglieder, Quarantäne, Symptome und Arztbehandlung – schmerzte Kickl offenbar nach eigenen Aussagen weniger, als bei der nächsten Corona-Demo daheim bleiben zu müssen: "Was mich besonders schmerzt, ist die Tatsache, dass damit meine Teilnahme an der großen Demonstration am 20.11. nicht möglich ist."

Kickl fuhr zuletzt in der Pandemie einen immer radikaleren Kurs, sprach etwa bei einer Demonstration im März 2021 von "Corona-Stahlhelmen in den Regierungsbüros" und "Schmuddeltypen" in den Ministerien. Im April 2021 weigerte er sich, eine Schutzmaske im Parlament zu tragen, sein damaliger Parteichef Norbert Hofer sprach von einer "Selbstüberhöhung über alle Menschen". Jüngst sorgte Kickl auch für Aufsehen, als er erklärte, beim Kampf gegen Corona auf Vitamine, Zink und ein Tier-Entwurmungsmittel zu setzen. Das in der Tiermedizin verwendete Entwurmungsmittel Ivermectin ist jedoch laut Studien gegen Corona wirkungslos und soll schon für Todesfälle und Intensivbehandlungen in Österreich gesorgt haben.

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