Niederösterreich

Corona! Vater will Sohn mit Waffengewalt aus Heer holen

Der Bub beim Heer und das Coronavirus wütete in NÖ: Ein 56-Jähriger wollte seinen Sohn vom Präsenzdienst befreien, zur Not mit Waffengewalt.
18.10.2020, 17:49

Aus Angst um seinen Sohn beim Bundesheer hatte ein 56-Jähriger aus dem Bezirk Krems die Nerven verloren und dem Heeresministerium wüst gedroht.

"Losst den Buam auße"'

Als die Coronamaßnahmen Anfang Mai gelockert wurden, waren mehrere Österreicher vom ersten Lockdown gezeichnet. Ein 56-jähriger Vater hatte Anfang Mai panische Angst um seinen Sohn, der gerade im Bezirk Gmünd seinen Präsenzdienst absolvierte. In Bierlaune und durch einige Schnapserl zusätzlich gestärkt rief der Niederösterreicher aufgebracht das Verteidigungsministerium an und drohte laut Anklage seinen Sohn notfalls mit Waffengewalt zu befreien.

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Beim Prozess in Krems kosteten den Angeklagten die Anschuldigungen anfangs nur einen Lacher: "I hab jo gar keine Waffen. Außerdem, was soll i allan gegen das Heer ausrichten?"

Gefängnisstrafe

Doch bei der Urteilsverkündung der Richterin verging dem 14 Mal vorbestraften Vater das Lachen: 15 Monate teilbedingte Haft, davon fünf Monate unbedingt, wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Die Richterin erklärte: "Weder Alkoholkonsum noch Pandemieängste sind Entschuldigungsgründe.“ Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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