Coronavirus: 40 Besucher bei Gottesdienst infiziert?

Das Coronavirus erreicht nun auch Südkorea. Aus Sorge vor einer unkontrollierten Ausbreitung sollen die Bewohner der südkoreanischen Millionenstadt Daegu vorläufig zuhause zu bleiben.

Die Zahl der Corona-Todesopfer außerhalb Chinas steigt. Am Donnerstag gaben die Behörden in Südkorea den ersten Todesfall bekannt. Ein Mann ist in einem Krankenhaus an der Lungenkrankheit gestorben.

Ausnahmezustand in Millionenstadt

Aus Sorge vor einer unkontrollierten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sollen die Bewohner der südkoreanischen Millionenstadt Daegu vorläufig zuhause zu bleiben. Es handle sich um eine Empfehlung von Bürgermeister Kwon Young Jin, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

In Daegu leben rund 2,5 Millionen Menschen. Südkoreas Gesundheitsbehörden hatten zuvor 31 neue Infektionsfälle im Land gemeldet, davon allein 30 in Daegu und der Provinz Nord-Gyeongsang im Südosten.

Damit hat sich die Zahl bisher bestätigter Infektionen in Südkorea auf 82 erhöht. 48 der erfassten Fälle wurden in der Region um Daegu gemeldet. 23 der nun neu betroffenen Menschen steckten sich demnach wohl bei einer Patientin in Daegu an.

Treffen von christlicher Sekte

Es wird angenommen, dass insgesamt 40 der bisher positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen mit der Frau in Kontakt gekommen waren, als sie in Daegu den Gottesdienst einer christlichen Sekte besuchten. Es war zunächst unklar, wie sich die Frau infiziert hat.

Die neuen Fälle lösten in Südkorea die Sorge über einen Superverbreiter aus, der viele andere Menschen ansteckt.

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