Costa Concordia sticht ein letztes Mal in See

Das Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" kann in rund zehn Tagen schwimmfähig sein und nach Genua zur Verschrottung geschleppt werden. Dies berichtete der Betreiber des 2012 verunglückten Schiffes, die Reederei Costa Crociere.

Das Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" kann in rund zehn Tagen schwimmfähig sein und nach Genua zur Verschrottung geschleppt werden. Dies berichtete der Betreiber des 2012 verunglückten Schiffes, die Reederei Costa Crociere.

Mit der Installierung des letzten Pontons, mit dem das Wrack flottgemacht wird, könne die Abschleppung beginnen. "All unsere Energien richten sich auf den Abschluss dieser beispiellosen Herausforderung. Unser Ziel ist, das Wrack so schnell wie möglich abzuschleppen und dabei Umweltschutz und Sicherheit zu garantieren", betonte Costa Crocieres Geschäftsführer Michael Thamm am Donnerstag.

Häfen stritten um Verschrottung

Die "Costa Concordia" muss in den rund 280 Kilometer entfernten Hafen Genua geschleppt werden, hatte die italienische Regierung am Montag entschieden. Zuvor war wochenlang darüber gestritten worden, welcher Hafen den lukrativen Auftrag erhält. Sowohl die Region Toskana als auch die Provinz Grosseto hatten sich gegen ein Abwracken im ligurischen Genua ausgesprochen.

Die "Costa Concordia" war im Jänner 2012 , 32 Menschen starben. Die Bergung des Schiffswracks nach dem Unglück vor mehr als zweieinhalb Jahren kostete Hunderte Millionen Euro. Die Costa Crociere hatte sich für Genua als Abwrackhafen stark gemacht. Das Verschrotten dort soll Schätzungen zufolge etwa 100 Millionen Euro kosten, rund 100 Arbeiter sollen damit ein Jahr lang beschäftigt sein.

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