Countdown – DANN soll "Grüner Pass" kommen

In Israel gibt es den grünen Pass bereits sei mehreren Wochen.
In Israel gibt es den grünen Pass bereits sei mehreren Wochen.Picturedesk
Reisen sollen im Sommer mit dem "Grünen Pass" möglich werden. Ende Juni soll das Corona-Zertifikat bereits einsatzbereit sein. Die Details >>

Am Mittwoch haben sich die EU-Staaten auf eine gemeinsame Linie bei dem geplanten Covid-Zertifikat geeinigt, welches das Reisen zu Corona-Zeiten innerhalb Europas einfacher gestalten soll. Die Botschafter der 27 Länder haben sich hierzu in Brüssel auf eine Position für die Verhandlungen mit dem EU-Parlament verständigt. 

 Laut der EU-Kommission soll das Corona-Zertifikat - der "Grüne Pass" - bereits Ende Juni, also pünktlich zum Start der Sommerferien, einsatzbereit sein.

Schon im vergangenen Monat hatte die EU-Kommission ein solches Zertifikat fürs Reisen vorgeschlagen. Jenes soll dazu dienen, EU-weites Reisen in der Krise einfacher zu machen. Die Informationen, die der "Grüne Pass" beinhalten soll, sind Daten zu Impfungen, Ergebnissen zugelassener Tests sowie Daten zu überstandenen Infektionen. Das Zertifikat soll EU-weit anerkannt werden. 

Abgerufen sollen die Informationen über einen digital lesbaren Barcode sein. Die EU-Kommission arbeitet an einer gemeinsamen Plattform als Rahmen der nationalen Anwendungen.

Staaten entscheiden vieles selbst

Insbesondere Urlaubsländer wie Griechenland und Spanien, deren Wirtschaft stark vom Tourismus abhängig ist, hatten sich für eine solche Lösung eingesetzt. Die Vorteile für die Einzelstaaten: Es bleibt ihnen selbst überlassen, darüber zu entscheiden, welche Erleichterungen – etwa Quarantänebefreiung – sie den Reisenden gewähren. Von der EU geregelt wird lediglich, dass das Zertifikat kostenfrei auf Papier oder digital ausgestellt wird. Dies geht aus dem Beschluss hervor, der der dpa vorliegt.

Ebenso frei steht es den Ländern selbst festzulegen, ob sie auch Impfungen mit Präparaten anerkennen, die nur in bestimmten Ländern, aber nicht in der gesamten EU zugelassen sind – ein Beispiel hierfür wäre etwa das russische Vakzin Sputnik V. 

 Diese Regeln sollen vorerst für zwölf Monate gelten.

Wie berichtet wird, könnte sich das EU-Parlament schon sich bis Ende des Monats auf eine Position festlegen. Anschließend könnten dann die Verhandlungen zwischen dem Parlament und den EU-Staaten beginnen.

Österreich wollte Zertifikat im April

Vor Wochen schlug diese Idee bereits Wellen. Da hatte Österreich ursprünglich angekündigt, den "Grünen Pass" bereits im April zum Einsatz kommen zu lassen. Gemeinsam mit zwölf weiteren EU-Staaten (Bulgarien, Kroatien, Zypern, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien) wurde dann hingegen vereinbart, dass das Corona-Zertifikat bis spätestens Juni umgesetzt werden soll. 

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